Unterscheiden muss man Dochte, welche das Öl vor Ort transportieren sollen und Filze, welche das Öl flächig bereitstellen sollen, als kleines Tropf-Reservoir dienen sollen und zugleich die Ölbohrungen vor Verschmutzung schützen sollen.
Manche dieser Dochte, Filze und Ölstellen liegen recht unscheinbar in der Maschine, werden übersehen, oder sind irgendwann versehentlich herausgezogen worden.
Hierzu nachstehend eine kleine Übersicht:
Versteckte Ölstellen
Immer wieder übersehen wird der Gleitstein, hier im Teile-Foto #6601(Gleitstück) der Nadelstangenschwinge, welcher die Verbindung zur Synchronwelle herstellt.
Die Synchronwelle, im Teile-Foto #9644 ist für die synchrone Bewegung von Transporteur und Nadelstangenschwinge verantwortlich. Auf der rechten Seite der Synchronwelle (Pfaff nennt sie Nadelvorschubwelle) liegt die Bohrung für das Lager, welche von vorn zu sehen ist und ganz wichtig das Gelenkstück, im Teile-Foto #741 der Nadelvorschub-Verbindungsstange, welches ebenfalls oft übersehen wird. Der Stichsteller hat hinten an seiner Achse eine Ölbohrung, welche etwas versteckt ist und gern übersehen wird:
Geölt wird durch den hinteren Deckel. Die Lager der Königswelle, besonders das obere, werden oft vernachlässigt.
Die untere Kegelradwellenbüchse (10017) ist gut von der Frontseite unter dem Stichsteller-Hebel zu erreichen, die obere so gut wie unsichtbar.
An sie kommt man nur handradseitig heran, meistens haben die Handräder eine Bohrung, durch welche man mit einem langen Ölröhrchen an diese Büchse gelangt:
Ich habe bisher in keiner Pfaff-Anleitung einen Hinweis darauf gefunden.
Erst nachdem die Kegelräder obenrum nicht mehr gekapselt waren, fand eine kleine Ölpfanne Einzug und endlich konnte auch die obere Lagerbüchse bequem geölt werden.
(Foto von einer Pfaff 333) Die fehlende Kapselung verdreckte allerdings leider den Innenraum der Maschinen.
Eine kleine Filzplatte (Fadenhebel-Ölfilz) sitzt gegenüber der Stoffdrückerstange an der rückwärtigen Gehäusewand und dient der Schmierung des Gleitstücks vom Fadenhebel.
Naturgemäß ist dieses kleine Stück Filz verschmutzt und oft kaum wahrnehmbar.