Restaurationen aller Art

Off-topics gibt es hier nicht.
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inch
Beiträge: 2228
Registriert: Di 19. Dez 2023, 14:58

Restaurationen aller Art

Beitrag von inch »

Kennt ihr Husquarna? Die bauen Rasenmäher,Kettensägen,Nähmaschinen,Motorräder...
Oder VW, Dodge, div. Trecker und andere Kettensägen? biggrin
Ich erwähne hier kurz meine Dodge Resto und bitte euch, wirklichen Off-Topic nicht in Beiträge über Nähmaschinen einzufügen, sondern sie hier zu posten.
Restaurationen machen richtig viel Arbeit und ich finde es spannend, darüber zu berichten - aber dann bitte hier oder auch gern mit einem eigenen Thema hier in unserer Off-Topic=Plauderecke. smile
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Jonas2404
Beiträge: 1932
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Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von Jonas2404 »

das klingt spannend, ich freue mich über weitere Beiträge aus euren Werkstätten.

Frage zum letzten Bild: War das mal eine alte Fabrikhalle?
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inch
Beiträge: 2228
Registriert: Di 19. Dez 2023, 14:58

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von inch »

So kann ein in Mieter-Initiative restaurierter und sandgestrahlter U-Bahn Bogen nahe dem Technischen Museum aussehen, aber alles Schnee von gestern. smile
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Jonas2404
Beiträge: 1932
Registriert: Mi 14. Aug 2024, 14:23

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von Jonas2404 »

das klingt nach einer sehr interessanten Geschichte wink
rubberduck
Beiträge: 318
Registriert: Do 27. Jun 2024, 15:28

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von rubberduck »

Ein Challenger aus den 70er?
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inch
Beiträge: 2228
Registriert: Di 19. Dez 2023, 14:58

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von inch »

Ja, ein 69er. Packe gerne deinen Käfer dazu, der freut sich über Gesellschaft. smile
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rubberduck
Beiträge: 318
Registriert: Do 27. Jun 2024, 15:28

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von rubberduck »

Die Gesellschaft deines Autos möchte ich nicht meinen Autos aussetzen, da es Phobien bei Einigen erzeugen könnten der Erinnerung dessen eigenen Zustand. biggrin biggrin biggrin
DerRestaurator
Beiträge: 49
Registriert: So 8. Feb 2026, 14:45

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von DerRestaurator »

Nähmaschinen sind ja nur ein Steckenpferd, ein anderes ist alte Landtechnik. Ein Traktor von '57 hat den Anfang gemacht, dann kam ein Mähwerk, Anhänger, Seilwinde,...
Zur Zeit setze ich so Stück für Stück die Seilwinde instand, das ist aber gerade nicht sonderlich span(n)end, auch wenn ich eine Seilrolle selber neu gedreht habe. Der Traktor und der Anhänger könnten zusammen fast ein Buch füllen, so viel könnte ich da jetzt zu erzählen.
Spannend war seinerzeit aber auch das Mähwerk, das einen Keilriemen braucht, den es nicht mehr gibt! In der benötigten Breite gibt es schlicht keinen so kurzen und gleichzeitig flachen Keilriemen (mehr).
Es gibt zwar noch einige dieser Mähwerke, aber selbst eine Sammelbestellung würde den Preis pro sonderangefertigten Riemen kaum unter 600€ drücken. Das gibt niemand für einen Keilriemen für einen alten Mähbalken aus!
Also was tun, wenn der alte Riemen zerbröselt ist?
Umbauen!
Aber worauf?
Die Optik soll ja erhalten bleiben, die Kraftübertragung ausreichend gewährleistet werden und der Riemen soll auch noch als Überlastsicherung fungieren. Dazu soll der Riemen leicht beschaffbar und günstig sein.
Die Antwort: ein Keilrippenriemen. Die Ringe wollte ich eigentlich fertigen lassen, da sowas aber schwieriger und teurer war als befürchtet, habe ich das selber in die Hand genommen.
Erstmal die Messmittel um eine noch größere Bügelmessschraube und Verlängerungen für das Innenfeinmessgerät erweitert:
IMG_20230908_122543.jpg
Dann die Ringe gefertigt, innen eine zylindrische Passung, außen das nötige Rippenriemenprofil:
IMG_20230907_130048.jpg
Dann mussten die originalen Riemenscheiben abgedreht werden, damit sie den nötigen Durchmesser haben um per Schrumpfpassung die Ringe aufzunehmen.
Danach kam dann der richtig schwierige Teil, die Riemenscheiben sind nun ohne die Flanken schmaler als die Ringe, da sie aber Gussteile sind lässt sich an den Außenseiten schwer etwas messen. die Riemenflucht muss aber am Ende passen, also musste ich gut tricksen dass die Ringe am Schluss richtig sitzen. die Riemenscheiben habe ich also entsprechend auf einem geraden Metalltisch ausgerichtet, auf dem Tisch Anschläge für die Ringe positioniert, die Ringe auf die nötige Temperatur gebracht und dann über die Riemenscheiben gebracht und quasi drüber gestreift, bis sie auf den Anschlägen sauber auflagen. dann hat man noch so 5-10 Sekunden Zeit etwas zu korrigieren, dann ist die Wärme soweit raus, dass die Ringe sich fest setzen - mehr oder weniger für immer!

Als Lohn ist der Umbau kaum zu erkennen und funktioniert:
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Die Riemenabdeckung musste nicht nachgearbeitet werden und der Riemen ist im Landmaschinen-, Lkw- und Pkw-Teilehandel für ca 20€ per Nachtversand am Folgetag zu bekommen und das vorraussichtlich noch sehr lange.
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Harald
Beiträge: 35
Registriert: Fr 7. Aug 2026, 22:53

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von Harald »

Hallo Restaurator,

sehr schön gemacht.
Hast Du die Poly-V-Scheiben selbst gedreht, bzw. hast Du das mit den Ringen gemeint?
DerRestaurator
Beiträge: 49
Registriert: So 8. Feb 2026, 14:45

Re: Restaurationen aller Art

Beitrag von DerRestaurator »

Danke!
Harald hat geschrieben: ↑So 13. Sep 2026, 10:30 Hast Du die Poly-V-Scheiben selbst gedreht, bzw. hast Du das mit den Ringen gemeint?
Ja, genau! Die Ringe waren eine Stahlronde, die ich mit dem Schneidbrenner in drei Teile zerlegt habe: großer Ring, kleiner Ring und ein Kern, der zwischenzeitlich auch schon etwas geworden ist.
Da ich keine funktionierende Drehmaschine habe, ist das alles auf (m)einer großen Universalfräsmaschine entstanden. Für das Profil habe ich mir einen HSS-Drehmeißel geschliffen und in den Schraubstock auf dem Tisch gespannt, die Ringe habe ich in einem auf SK40 adaptierten 200er Backenfutter gespannt.
Die Maße und Winkel für Poly-V sind in Europa irgendwie kaum zu finden, ich habe also extra in den USA das "Machinery's Handbook 25th Edition" gekauft, das steht sowas (und noch viel mehr Wertvolles!) drin biggrin
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