Veritas Schwingschiff Kl. 11

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Ärmel
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Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ärmel »

Was habe ich da "geangelt", stand hier im Ort und war schon über einen Monat bei Kleinanzeigen eingestellt.
Heute habe ich mich "erbarmt", aber eher wegen möglicher Zubehörteile für meine andere "Swinger".
Alles dran und funktioniert...
Grüße Heinrich
Veritas 1.jpg
Zubehör Beifang 1.jpg
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Jonas2404
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Jonas2404 »

wolltest du heute nicht faulenzen?

Gratulation zum netten Nebeneffekt.
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Ärmel
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ärmel »

Tja, faulenzen kann auch langweilig werden... biggrin
Daher kam es über mich doch mal zu checken, wie eine Veritas Schwingschiff-Nähmaschine Klasse 11 hier in den tiefen Odenwald kommt.
Zumal im Net rein gar nichts über das Maschinchen zu finden ist, zumindest von mir.
Die Verschenker stammen von der Bergstraße und fanden die Maschine in der neuen Miet-Wohnung hier schon vor.
Da sie die Vormieter nicht kannten konnten sie nicht sagen, was es mit der Veritas auf sich hatte.
Eventuell weiß ja hier jemand näheres... rolleyes
Was direkt auffällt ist, dass das Flachbett nur 31 cm lang ist, bei der Gritzner R sind es 37 cm.
Grüße Heinrich
Plakette 1.jpg
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inch
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von inch »

Clemens Müller war zwar der erste deutsche Hersteller von Nähmaschinen, Informationen über die Nähmaschinen sind allerdings leider sehr rar.
Vermutlich ist alles im WWII verschüttet worden.
Die Fabrikmarke lässt auf ein Baujahr nach 1900 schließen, irgendwann wurden die Maschinen nicht mehr alphabetisch benannt, sondern in Klassen, wie hier deine Kl. 11.
Ab welchem Jahr das begann, weiß ich leider auch nicht.
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Ramses
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ramses »

Ärmel hat geschrieben: So 17. Mai 2026, 21:12 Was direkt auffällt ist, dass das Flachbett nur 31 cm lang ist, bei der Gritzner R sind es 37 cm.
Standardgröße ist 373mm x 178 mm.

Es war aber wohl üblich, kleinere Varianten (für die Damenschneiderei) anzubieten.
Die Naumann Kl. 9 hatte Standardmaße, die Klasse 8 hatte eine Grundplatte der Maße 329mm x 172mm.

Wann was Norm wurde, wäre eine gute Frage!
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Ärmel
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ärmel »

Mal genau mit der großen Schiebelehre nachgemessen, Länge 311 mm, Breite "nur" 168 mm.
Fällt somit durch den Ausschnitt von meinem Universal-Nähtisch...
Da werd ich wohl aus der Tischplatte vom Nähschrank der Veritas eine "Distanzplatte" aussägen müssen.
Grüße Heinrich
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Ramses
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ramses »

Bevor Du zur Säge greifst, prüfe mal den Abstand der Scharniere (bzw. deren Bohrungen, falls die diese schon hat).
Da habe ich auch schon Überraschungen erlebt.
Nämlich mit meiner Köhler. Die hat nicht nur eine ungewöhnliche Grundplattenlänge, 350 mm, sondern auch einen um 10 mm verringerten Abstand der Scharniere.

Die andere Grundplatte wurde evtl. aber durch die Bleche hinten kompensiert.

Hat mich aber alles nicht gestört, da ich ihr ohnehin einen selbstangefertigten Kasten spendieren wollte und spendiert habe.
1391.jpg
Die Konstruktion dieses Kastens ist noch in der Entwicklung. Heute würde ich den etwas andern bauen als auf dem Bild!

P.S.:
Was mich gerade an Deiner Veritas überrascht ist, daß sie auch ohne Tisch oder Kasten vernünftig steht und wohl auch so nähfähig ist.
Bei den Schwingschifflern, die ich kennengelernt habe, ist das durchweg nicht der Fall.

Die Zentralspulen Nähmaschinen und auch die späteren Veritassen haben einen Korpus mit Füßen, die sie zum vernünftigen Stehen und Nähen befähigen.
Diese "Füße" fehlen den mir bekannten Schwingschiffchen Nähmaschinen, aber auch noch meiner 125 Jahre alten Singer Kl. 15.
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Makatea
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Makatea »

Das Modell ist eine Veritas B, die seit 1900 gebaut wurde, jedoch erst ab 1932 als Veritas 11 bezeichnet wurde.
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Ärmel
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ärmel »

von Ramses » Mo 18. Mai 2026, 11:44
Was mich gerade an Deiner Veritas überrascht ist, daß sie auch ohne Tisch oder Kasten vernünftig steht und wohl auch so nähfähig ist.
Bei den Schwingschifflern, die ich kennengelernt habe, ist das durchweg nicht der Fall.
Saubere Arbeit dein Kasten... 1f44d
Die Veritas steht so nicht um nähen zu können, das ist das gewölbte Öl-Auffangblech.
Es ist mit Scharnieren am Gußsteg unter der Flachbettplatte befestigt, leider genietet.
Flexe die Nieten ab und bringen Gewinde M3 oder M4 an.
Eventuell lasse ich das Blech auch ganz weg, schaun mer mal...
Grüße Heinrich
Zuletzt geändert von Ärmel am Mo 18. Mai 2026, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Ramses
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Re: Veritas Schwingschiff Kl. 11

Beitrag von Ramses »

Ärmel hat geschrieben: Mo 18. Mai 2026, 10:54 Die Veritas steht so nicht um nähen zu können, das ist das gewölbte Ölf-Auffangblech.
Oh, das schaut auf dem Foto wie aus einem Guss aus!
Ärmel hat geschrieben: Mo 18. Mai 2026, 10:54 Es ist mit Scharnieren am Gußsteg unter der Flachbettplatte befestigt, leider genietet.
Oh noch Kistenscharniere?
1203.jpg
Ich finde auch, daß die spätere Konstruktion mit externen Scharnieren die wesentlich bessere ist.

Das aber so umzubauen, ist m.E. nicht möglich, weil die Stellen mit den Bohrungen wohl nicht ohne Grund erheblich verstärkt sind.

Interessanterweise habe ich eine Naumann der Klasse 9, die immer noch diese Scharniere besitzt. Aus meiner Sicht ist das womöglich noch eine Klasse E2 (umgelabelt?)
Daß es ein ganz frühes Modell der Klasse 9 wäre, den Verdacht hatte ich schon länger.
Übrigens haben die Kanten der Grundplatte da auch noch einen kleineren Radius (30 oder 35 mm im Gegensatz zu 40 bei den späteren Modellen).

Ärmel hat geschrieben: Mo 18. Mai 2026, 10:54 Saubere Arbeit dein Kasten... 1f44d
Wie geschrieben, ist das noch nicht das Ziel!

Was ich grottenhässlich finde, wenn eine Flachbettnähmaschine mit ihren abgerundeten Kanten der Grundplatte einfach so in einen Kasten mit 90° Ecken eingebaut wird, und sich so Löcher ergeben, durch die man in den Kasten schauen kann.

Mein erster Ansatz war daher, seitliche Leisten einzubauen, in welche ich ca. 5 mm tiefe 40 mm Bohrungen (mit entsprechendem Forstnerbohrer) gesetzt habe.
Das Problem ist, wie man sieht, daß Nähmaschinen an den Seiten, je nach Modell unterschiedliche(!) "Ausbuchtungen" haben, die man dort aus den Leisten fräsen muss.
Irgendwie unschön, man sieht es aber nur bei hochgeklappter Maschine.
Daher habe ich mir entsprechende Fräser besorgt, mit denen ich Ecken anfertigen kann und mir die seitlichen Leisten sparen kann.
2051.jpg
Dafür muss ich dann eine Leiste vorne setzen, auf welche sich die Maschine aufstützen kann, auch nicht ganz trivial, weil diese nicht zu dick sein darf, die Maschine kollidiert beim Klappen sonst mit ihr.


Wie ich sehe, isst Du gerne Fisch! smile
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