Ich stricke bislang immer noch mit der klassischen Mischung aus 75% Schurwolle, 25%Polyamid. Aus einer Sockenwolle mit Seide habe ich ein Tuch in Arbeit, dann habe ich die mit Kaschmir hier liegen. Zu letzterer habe ich den Hinweis erhalten, daß sie für Socken und Waschmaschine eher nicht geeignet ist. Das ist bei diesen Mischungen zu beachten, nicht alles wo Socken draufsteht funktioniert auch dafür. Die Sommergarne möchte ich probieren. Eine Freundin häkelt Socken aus Garn mit Bambusbeimischung und ist sehr zufrieden.
Bei den Herstellern greife ich sehr gerne zu Regia, einfach weil bei uns gut verfügbar und bewährt. Je nach Färbung (Farbbad, Druck, ...) gibt es aber Unterschiede in der Beschaffenheit. Manche Garne sind richtig flauschig (meist unifarben, vermutlich im Farbbad gefärbt), andere eher glatt, manche fühlen sich beim Verstricken in bestimmten Farbbereichen innerhalb eines Knäuels anders an. Das trifft eigentlich für alle Hersteller zu, die die unterschiedlichen Verfahren verwenden, nur Regia habe ich am meisten in Händen.
Meine Opal-Wolle in orange-weiß habe ich sehr gerne verstrickt und sie ist total angenehm auf der Haut. Das Bündchen ist ebenfalls angenehm, aus Regia.
Die Socken für meinen Papa habe ich mit Lang Super Soxx (uni, beige)ergänzt und war sehr angenehm überrascht. Sie ist weicher und um einiges glatter als die Wolle von Gründl, mit der ich die Socken angefangen hatte. Wobei das Garn von Gründl eher schon Vintage sein dürfte, die aktuellen Garne kenne ich nicht. Das Lang-Garn kam mir auch weicher als die Opal vor, die wiederum ein wenig weicher als die Regia (gültig nur für die Unifarben). Zur Haltbarkeit habe ich da aber noch gar keine Erfahrungen.
Fischer und Schoeller+Stahl sind bei uns noch sehr beliebte und gut erhältliche Marken und gehören nebst Regia mit zu dem, was wir in der Familie jetzt seit 35 Jahren tragen.
Im Grunde geben sich die Markenhersteller nicht viel, ich kann bislang von keinem direkt abraten.
Ein Knäuel, das ich zum gegen die Wand werfen fand (und ich habe nochmals 100 Gramm davon da), war ein Garn mit Effekt. Das könnte Lana Grossa oder Pro Lana sein? Ich weiß nicht. Von Pro Lana habe ich noch Farbverlaufsgarn da, noch nicht probiert, macht aber einen guten Eindruck. Das Problem an dem einen Garn ist dieses Effekt-Dings. Fake-Tweed? Merkwürdige Faserschnipsel, die schon beim Häkeln und Stricken abfallen. Außerdem ein total langweiliger Farbverlauf. Das Problem ist hier aber nicht grundsätzlich der Hersteller, sondern die

umgesetzte Idee.
Ein anderes Thema ist Sockenwolle vom Discounter. Sie kann gut sein, muß aber nicht. Einmal hatte ich ein Garn, das unmöglich zu verhäkeln war. Ich habe es dann doppelt genommen zu Kindersocken verstrickt. Ob das haltbare Socken für Erwachsene gegeben hätte, wage ich zu bezweifeln. Meine Nachbarin hat mir mal ein Wollpacket mit 100 Gramm braun und 100 Gramm weiß geschenkt. Daraus entstandenen zunächst braune Herrensocken. In der ersten Wäsche sind die komplett verfilzt und unterschiedlich stark eingegangen. Daraufhin habe ich die weiße Wolle zu Katzenbällchen verhäkelt und zum Filzen in die Waschmaschine geworfen. Da hat nichts gefilzt. Dann habe ich versucht, von Hand zu filzen. Auch nichts. Vermutlich lief bei dem braunen Garn was in der Verarbeitung beim Superwash-Verfahren schief. Vielleicht lief eine Einheit am Prozess vorbei. Kann passieren, Fehler im Produktionsablauf können überall vorkommen. Sowas ist mir aber mit Markengarn noch nie passiert.
ACHTUNG: es gibt Sockengarne, die von Haus aus nicht dem Superwash-Verfahren und auch keiner Alternative unterzogen wurden und NICHT maschinenwaschbar und schon gleich gar nicht trocknergeeignet sind. Das sind dann aber meist Garne aus dem Öko-Bereich. (Vom Wäschetrockner würde ich eh abraten. Das erhöht den Verschleiß, der Flausch geht mit der Zeit verloren.)
Was noch ein Thema ist, ist die Herkunft der Wolle bezüglich des Tierschutzes. Bekannte Marken geben teilweise auch Auskunft darüber. Hauptproblem ist das Mulesing-Verfahren. Da ist es einfach schön, wenn der Hersteller garantiert, daß solche Wolle nicht verwendet wird.
Opal hat natürlich auch noch die Schafpatenwolle, was ein absolut tolles Projekt ist.