Schönen Sonntag euch!
Hier ist es drückend, Gewitter im Anmarsch, ab morgen Regen die nächsten Tage.
@Bobo
Wer an wirklicher, grosser Opernkunst, statt üblichem Gejaule, Gelsenstimmchen mit Micros und Gewobbel heutiger 'Sänger' interessiert ist, sollte stattdessen lieber alten Aufnahmen von Kirstin Flagstad- einer sehr guten Wagnersängerin u.a. oder Helen Traubel und fürs italienische Fach, wie kann es anders sein, 'La Divina' Primadonna Assoluta Maria Callas, gerne auch Tebaldi, Agnes Baltsa, Montserrat Caballé, Elena Obratsova, Edda Moser u.a. lauschen.
Die heutige Perversion dieser einstigen anspruchsvollen Kunst des wirklichen Schöngesangs, dem bel canto, hat rein garnichts mehr mit dem heutigen schlechten Schauspiel zu tun, was auch schon unter einigen jüngeren verzweifelten Sängern bekannt ist und wo sich zusammengetan wird um technische Missstände und stimmliche Probleme, nachträglich wenigstens zu verstehen.
Man sieht angeblich fertig ausgebildete Sänger mit technischen Grundproblemen. Netrebko sang fürher noch technisch korrekt, war nie berauschend ihr Gesang aber sie war sehrhübsch, wodurch sie Bekanntheit erlangte und gefördert wurde. Ihre Stimme ist nicht sehr gross von Natur aus und diese neuartige Kunst, findet heute meist nur noch im Studio statt, wo man klarerweise auch viel leiser singen muss, um die Technik nicht zu überfordern, denn Aufnahmen übersteuern sonst komplett. Zum Vergleich, Caruso stand am anderen Ende des Aufnahmestudios, um irgendwie aufgenommen wefden zu können, auch wenn er leisere Passagen sang, ist dss noch laut eigentlich! Netrebko singt in den Hals hinein, man nennt das " Knödel" oder auch 'Kermit', also der Frosch, klingt übertrieben dann so wie sie und beschreibt gut, welche Muskeln hier falsch eingesetzt werden. Ein Sänger muss also auch die Anatomie begreifen und was er mit ihr anstellt. Oper wurde zu einer unglaublichen finanziellen Einnahmequelle, das Publikum ' veräppelt" sofern dieses überhaupt (noch) weiss, WAS richtig guten Gesang ausmacht. Oft missverstanden, dass einst gute Sänger auch gleisam gute Lehrer sein müssten. Eindeutige Unterschiede eigentlich hörbar sind, zwischen Enrico Caruso, Apollo Granforte, Lawrence Tibbett u.a. und heutigen Stimmchen, die nicht hörbar und vor allem fad klingen, Texte nicht beherrschen und an welcher Stelle, man atmet.
Wo hörte man heute noch gut supportete Brustregister bei dramatischen Frauenrollen, wie Turandot, Carmen usw.? Sie grundeln, wie Elina Garancia in Kopfstimme in unteren Stimmregistern herum, wollen Glauben machen, sie seien ein Mezzosopran, wobei sie hoher Sopran ist, der aber aufgrund mangelnder Gesangstechnik, die Höhen nie perfektionieren konnte. Der klägliche Rest, weiss nicht, was zu tun ist, ohne 'eingeengt' stattdessen aber mit grosser Resonanz zu singen, gleichzeitig nicht die Töne in den Hals rutschen zu lassen, wie Netrebko es leider seit geraumer Zeit schon macht, denn sie war in ganz jungen, noch unbekannten, Jahren, technisch besser, klang auch höher und klarer, als heute! Und eine andere echte Sorpanistin, wäre Cécilia Bartoli, die sich ihren eigenen kleinen Bereich aufbaute, wo man nicht laut und gegen grosse Orchester ankämpfen muss. Sie 'drückt' und 'presst' ihre Stimme zu extrem, hat aber zumindest dadurch noch einen gewissen Charme in tiefen Tonlagen, was andere ja mittlerweile oft ganz weglassen. Ihr Staccato, fioritura oder auch coloratura genannt, also rasche Tonfolgen, kommen nicht vom Zwerchfell, sondern werden von den falschen Muskeln der Halsregion erzeugt. Traurig allein schon, da sie bei ihrer Mutter Opernsgesang erlernte, jedoch leider nicht richtig. Das Wissen um die korrekte Technik, die das Publikum einst mitriss, Ohnmachten auslöste ( wie bei Farinelli), zu tränen rührte, gibt es nicht mehr oder sagen wir so, diese Könner, werden auch garnicht engagiert und falls doch, werden sie umgeschult und 'verlernen' damit die richtige Technik, denn die Muskulatur müsste ständig trainiert werden. Ein richtiger stimmstarker Sänger, hat in der modernen Opernwelt nichts mehr zu suchen, wo er mit Kollegen singt, die Micros im Gesicht haben oder in Perücken versteckt. Audh würde es unmöglich sein, da ein guter lauter Sänger, zwischen leisen Sängern auffällt, da auch Orchester nun mithelfen und leiser spielen als einst, nur um die Stimmschwächen auszugleichen. Jeder Laie spricht gern über die Callas, die ihre Stimme verlor, was unsinnig ist, denn sie trainierte einfach nicht mehr, als Onassis ihr über den Weg lief und wollte Spaß im Leben. Sie rauchte privat Zigaretten, trank Alkohol auf Parties in Griechenland- Alkohol bewirkt vermehrte Schleimproduktion an Stimmlippen, um der austrocknenden Schleinhaut entgegenzuwirken. Sie war von da an immer seltener auf dergrossen Bühnen zu sehen, verlegte sich auf gelegentliche Studioaufnahmen, wo sie ebenfalls ihre Technik anpassen musste, viel leiser sang, was es ihr schliesslich unmöglich machte, wieder diese Perfektion und Stimmgrösse zu erreichen, die sie einst hatte.
Tut mir leid, aber das musste gesagt werden, denn viele behaupten doch, sie hätten Ahnung, sagen oft, der oder die ist gut oder die Beste. Tatsächlich meinen sie nur ihren eigene Vorliebe, also subjektiven Geschmack und reden nach, sas sie so hören, von Leuten die offenbar auch keine Ahnung mehr haben, selbst wenn diese in diesem Business sind.
Ich rate also dazu, viele richtige Könner anzuhören von aufgezeichneten Live Auftritten, denn damals wurde noch nicht getrixt, um den Fernsehzusehern besten Klang zu garantieren, während Leute, die der Live Übertragung vor Ort beiwohnen, oft enttäuscht sind, da sie diesen Technikeffekt ja nicht miterleben, wie vorm Fernseher.

Ein Opern- od. Konzertbesuch, wäre eine Qual, da ich noch weiss, was Gesang mal war. Es bedarf keiner Werbungen für diese Geldmacherei und Zerstörungspolitik der Opernkunst, sondern Aufklärung über Tatsachen. Ein thread über gute alte Kunst und neuem Schrott, wäre dringend nötig.