inch hat geschrieben: ↑Mo 16. Mär 2026, 16:34
sct_0 hat geschrieben: ↑Mo 16. Mär 2026, 12:44
Mein Verdacht ist jetzt, dass sich beim Kurbelbetrieb Dreck (Fusseln+Staub+Lackkrümmel+altes Schmiermittel), der vorher auf diversen Teilen "festpoliert" war, gelöst hat und einige Verbindungen dadurch so schwergängig geworden sind, dass die ganze Maschine blockiert hat.
Das kann gut sein, ich würde die WWW-Methode anwenden (WD40+Wärme+Warten) und dann wieder von vorne.
Statt WD40 geht auch Petroleum, das Gute an Petroleum ist zudem, das man keine Angst haben muss, den Schelllack mit den Decals zu ruinieren.
WD40 ist für diese Altertümchen manchmal schon zu aggressiv.
Abschrauben würde ich nur das, was unbedingt nötig ist.
Hab' mich vorhin mal kundig gemacht, was man so als Entfetter benutzen kann. Ich habe zwar einige Lösemittel vor Ort, aber die stinken alle zum Himme, und wie du sagst, der Lackl. Habe mich also für die Alkali-Vairante entschieden und alle unlackierten Teile, die ich abbekommen konnte (vorallem die untere Mechanik) jetzt in heißem Wasser mit Soda eingelegt. Selbst ohne mechanisches Zutun sieht das schon sehr gut aus, ergo: Wasser braun, Metall nicht.
Ich versuche eigendlich immer alles abzuschrauben, was sich nicht auf (Ver)Biegen und Brechen wehrt, aber natürlich nur, wenn ich es auch wieder zusammenbauen kann. Die Singer 15 ist ja noch nicht so kompliziert, zumindest nicht unten. Bei anderen Projekten habe ich im Härtefall auch schon ausgerundete Schrauben mit Schlüsselfeilen und Hartmetall-Bits in die Knie gezwungen, würde ich aber auch nur bei Schrauben machen, die ich im Zweifel ersetzen kann.
Ansonsten habe ich bei weiterem Rumfiddeln bemerkt, dass die Machine tatsächlich nicht so sauber zu mir kam wie ich dachte. Ich bin nur sehr schlecht darin, Dreck von Lack zu unterscheiden. Es gab auch einige Stellen innen, von denen ich dachte sie seien unlackiert, weil sie grau waren. Ne, das Graue ist Dreck, und drunter ist der Lack.
Manches davon ist so festgebacken, dass man meinen könnte, es war schon immer so, an anderen Stellen wo die Pampe noch flüssiger ist, war es sicher mein Fehler zu ölen ohne vorher mit dem Kompressor durchzupusten. Hatte nicht erwartet, dass in einen semi-geschlossenen Metallkörper so viel Staub eindringen kann.
Petroleum habe ich nicht da, werde ich mir aber merken. Mit Entroster a la WD-40 gehe ich nur direkt an Metallgelenke, an die Lackierung kommt nur Feinmechaniker-Öl wenn ich die Öl-Löcher benutze.