Moinmoin aus BaWü!

Für ein erstes Kennenlernen freuen wir uns über deine Neuvorstellung hier im Forum.
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sct_0
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Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von sct_0 »

Ich bin Myriel, 30 Jahre alt und ursprünglich aus der Eifel-Mosel-Region. Studiere aktuell Physik und begeistere ich mich seit 10 Jahren für fast jede textile Hand- und Maschinenarbeit unter der Sonne, sowohl was die Praxis angeht, als auch im Hinblick auf Kultur und Geschichte.

Von besonderem Interesse sind für mich dabei die Bereiche der historischen Kleidungsherstellung und der Spitzenherstellung. Zu beiden habe ich mir über die Jahre eine umfassende, teils historische Bibliothek an digitalen und echten Büchern, sowie Katalogen, Zeitschriften, Werkzeugen und Schaustücken aufgebaut.
Über das Interesse an historischer Kleidung kam ich dazu, mir vor Jahren eine Singer 28 anzuschaffen, diese fand aber durch ungünstige Lebensumstände erst vor kurzem ihre erste Verwendung.
Als dann durch viel Glück zwei Strobel 144 ihren Weg zu mir gefunden hatten, kam ich im Alleingang schlicht nicht mehr weiter und bin schließlich durch inch sd11 auf diesen Verein gestoßen.
Im Forum habe es mir dann gleich mal gemütlich gemacht und jetzt wo sich noch zwei weitere Singer bei mir eingeschlichen haben, werde ich mich wohl dauerhaft einnisten. biggrin

Mal abgesehen vom Nerven meines Umkreises mit nischigem Textilwissen, bestehen meine Hobbys und Interessen aus Linux, Geschichte (va im dekorativen Bereich), Millitärtechnik, Philosophie, Fotographie und Orchideen. Kulturell interessiere ich mich außerdem sehr für Japan und Russland, und sammele außerhalb vom Textilbereich noch in diversen anderen Bereichen, unter anderem Expo 2000-Merchandise, Briefmarken und technischem Zeichenwerkzeug, vorallem der Firma Rotring.
Strobel Klasse 144 (Pedal), Singer 28 (Handkurbel), Singer 15 (nackig), Singer 206 (Kniehebel), Singer Tradition, Noname Overlock
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Jonas2404
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Jonas2404 »

sd13 und herzlich Willkommen bei den Nähmaschinenfreunden und viel Spaß in unserer Runde.

Bin schon gespannt auf deine Beiträge. Ich bin noch nicht lange mit Nähmaschinen "zugange", eigentlich sollte ein Erbstück für den Hausgebrauch wieder flott werden, jetzt tummeln sich ein paar mehr in der Wohnung.

Im letzten Jahrtausend habe ich technische Zeichnerin gelernt. Bevor wir mit den Skribenten (das DDR-Gegenstück zu Rotring) arbeiten durften, mussten wir mehrere Monate mit der Ziehfeder arbeiten.

Liebe Grüße aus Berlin
Birgit
sct_0
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von sct_0 »

Jonas2404 hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 13:37 sd13 und herzlich Willkommen bei den Nähmaschinenfreunden und viel Spaß in unserer Runde.

Bin schon gespannt auf deine Beiträge. Ich bin noch nicht lange mit Nähmaschinen "zugange", eigentlich sollte ein Erbstück für den Hausgebrauch wieder flott werden, jetzt tummeln sich ein paar mehr in der Wohnung.

Im letzten Jahrtausend habe ich technische Zeichnerin gelernt. Bevor wir mit den Skribenten (das DDR-Gegenstück zu Rotring) arbeiten durften, mussten wir mehrere Monate mit der Ziehfeder arbeiten.

Liebe Grüße aus Berlin
Birgit
Hi!
Sehr cool, dass du das gelernt hast! Skribenten habe ich tatsächlich noch keine in meiner Sammlung, die würden noch sehr gut reinpassen. Erinnern mich vom Design her sehr an die Micron und Varioscript von Rotring. Ziehfedern habe ich ein paar, ich meine ich müsste in meinem großen Proebst Zirkelkasten auch eine doppelte haben, die waren soweit ich weiß vorallem für Schienenpläne.
Warst du auf was bestimmtes spezialisiert? Ich habe mir mein erstes Set Rotring Isographen tatsächlich geholt, um damit Entwürfe für Nadelspitzen zu zeichnen, so führte ein Hobby schnell zum Nächsten. biggrin

Ich vermute die Moderation hat nichts dagegen, wenn man im eignen Vorstellungsthread off-topic geht?

Um trotzdem wieder zu Nähmaschinen zu kommen: In welcher Form tummeln sich die Maschinen bei dir? Bin sehr neugierig wie Leute das handhaben, vorallem wenn es sich um Maschinen mit Tisch handelt.
Ich bin vor kurzem in ein WG-Zimmer mit ~12qm gezogen, für mich kommen also nur Maschinen mit Sockel in Frage, oder nackte, für die ich dann einen finden muss. rolleyes Die Strobel war die eine Ausnahme, weil ich den alten Tisch auf dessen Platz sie jetzt steht so oder so ersetzen wollte. Witzigerweise war dort tatsächlich ein Nähtisch gedacht gewesen...nur war der ursprüngliche Plan nicht, dass der halbe Tisch durch eine Pikiermaschine blockiert wird. Wie's eben kommt... xxx1113
Alle weiteren Maschinen dürfen es sich dann auf dem Boden von meinem Kleiderschrank gemütlich machen, aber da wird es mit den Neuzugängen auch eng. Die tummeln sich aktuell noch auf der Theke im Flur, die eigendlich als Esstisch dient...
photo_2026-03-12_15-40-32.jpg
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Bobo
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Bobo »

Ein herzliches Willkommen!
auch von mir.
Deine Interessen hören sich ja spannend an und klingen sehr danach, daß Du wunderbar zu uns passt 1f44d
Wenn Du es erzählen magst, wäre ich interessiert zu wissen, wie Du zu Deinen Interessen gekommen bist. Sie sind ja doch recht außergewöhnlich. "...nerven meines Umkreises mit nieschigem Textilwissen": ich bin seit jeher Meister darin, Leute mit Inhalten meines Interesses zuzutexten. Standardsatz meiner Mutter war: "Merkst Du eigentlich nicht, daß das Dein Gegenüber gar nicht interessiert?" Kürzlich ließ sie eine Bemerkung fallen, daß sie ja versucht habe, mir beizubringen... lol27 Nein, merke ich, wenn überhaupt, erst sehr spät. Das ist so schön hier: es interessiert halt doch. Und wen es nicht interessiert, muß es ja nicht lesen!
Ich bin neugierig und freue mich schon, viel von Dir zu lesen.
Liebe Grüße
Gundi
Anker RZ Automatic de luxe, Anker RZ, Gritzner VZB, Pfaff 230 Automatic Senior und Junior, Necchi Lelia 513, Singer 316G, Singer 66, Singer Starlet 354, Bernina Record 730, Phoenix 16, St. Gerster Langschiffchen
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Delilah-Rose
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Delilah-Rose »

Herzlich Willkommen Myriel, ich freue mich so viel über deine Interessen erfahren zu haben und noch mehr freue ich mich deine Näharbeiten zu sehen und auch andere Dinge neben Nähmaschinen und Näharbeiten, deshalb haben wir ja ein breitgefächertes Off Topic und die Moderation hat nichts gegen Off Topic hier smile es geht bei der Vorstellung ja um die Person und nicht ihre Nähmaschinen....
Ich wünsche dir viel Spaß bei uns und liebe Grüße aus Hessen.
sct_0
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von sct_0 »

Bobo hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:56 Ein herzliches Willkommen!
auch von mir.
Deine Interessen hören sich ja spannend an und klingen sehr danach, daß Du wunderbar zu uns passt 1f44d
Wenn Du es erzählen magst, wäre ich interessiert zu wissen, wie Du zu Deinen Interessen gekommen bist. Sie sind ja doch recht außergewöhnlich. "...nerven meines Umkreises mit nieschigem Textilwissen": ich bin seit jeher Meister darin, Leute mit Inhalten meines Interesses zuzutexten. Standardsatz meiner Mutter war: "Merkst Du eigentlich nicht, daß das Dein Gegenüber gar nicht interessiert?" Kürzlich ließ sie eine Bemerkung fallen, daß sie ja versucht habe, mir beizubringen... lol27 Nein, merke ich, wenn überhaupt, erst sehr spät. Das ist so schön hier: es interessiert halt doch. Und wen es nicht interessiert, muß es ja nicht lesen!
Ich bin neugierig und freue mich schon, viel von Dir zu lesen.
Liebe Grüße
Gundi
Das wird jetzt sehr lang, aber sind ja auch viele Interessen, und wenn's dich dann doch nicht so sehr interessiert... wink tongue

Ich bin von Kindheit an schon auf den Grenzen zwischen Geisteswissenschaften, Kunst und Mathematik/Naturwissenschaften rumbalanciert.
Mit 13 wollte ich Geschichte studieren, aber am Ende war mein Interesse daran in der Breite nicht tief genug. Zwischen 14 und 18 kamen für mich Informatik und Biologie, aber auch Grafikdesign und sogar Nagelkunst in Frage (das ist ein Hobby, dass ich oben vergessen habe).
Nach einem Schulpraktikum in einer Grafikabteilung habe ich aber festgestellt, dass ich mir das beruflich schlecht vorstellen konnte, Nageldesign ist in D leider kein klassischer Ausbildungsberuf und Biologie hatte für mich das gleiche Problem wie Geschichte, da mein Interesse dort vorallem bei Genetik lag.
An Computern und schließlich der Informatik habe ich wegen Videospielen Interesse entwickelt, anders als üblich habe ich aber später an der Uni mehr Spaß an der theoretischen Informatik gehabt als am Programmieren oder an Hardware. Mein erster Freund hat mir dann auch noch die GNU-Linux Betriebsysteme gezeigt, mit denen ich mich nun auch außerhalb der Uni gerne beschäftige.

Am Ende bin ich im Studium bei Physik mit Nebenfach Informatik gelandet. Dazwischen ist noch einiges passiert, was ich hier aber lieber nicht aufrollen möchte.
Philosophie ist ein recht häufiges Interesse unter Mathematikern und Physikern, vorallem unter den Theoretikern. Wenn man sich mit Logik, Kategorien, den Regeln unserer Welt und deren Ursprung auseinandersetzt, tritt man sehr schnell auf und über die Grenze zur Gedankenwissenschaft.

Als Teenager bin ich auch an Manga und Anime gekommen, habe aber sehr schnell auch Interesse an allgemeiner japanischer Kultur entwickelt. ZB habe ich mich intensiv mit dem traditionellen Tragen von Kimonos befasst und mit Räucherlachs rudimentäres Sushi gerollt.
An die russische Kultur kam ich ähnlich zufällig. Irgendwie fand ich den Osten immer etwas interessanter als andere Regionen und ab Anfang 20 auch immer mal wieder zufällig russischsprachige Musik gehört. Vor ein paar Jahren habe ich mich dann mit russischen Kommilitonen angefreundet, habe angefangen mehr russische Musik als englische zu hören und nun, von Freundschaften und Sprache zu Kultur ist es ja gerade mal ein Katzensprung. Eigendlich habe ich kein großes Interesse an Sprachen, Russisch hat es mir aber vom Klang her sehr angetan, und da ich für mein Studium so oder so Sprachkurse ablegen muss, werde ich die Sprache hoffentlich bald lernen. Wobei ich nicht erwarte, dass ich da schnell gut werde, Russisch ist sehr anspruchsvoll, von dem was mir meine Kumpel so erzählen.

An die Fotographie kam ich mit 16 durch den Freund meiner Mutter, der Amateurfotograph ist und mir die Kamera seiner Tochter geliehen hat. Ich hatte wie gesagt immer eine künstlerische Ader, war aber kein Naturtalent in den klassischen Künsten, und obwohl ich sehr viel gezeichnet habe, hatte ich nie genug Motivation um wirklich technisch gut darin zu werden.
Das Fotographieren lag mir hingegen sofort und war quasi eine Weiterentwicklung von meinem ursprünglichen Interesse am Grafikdesign. Zum 17ten Geburtstag hat mir Mutterns Freund dann eine Nikon D80 geschenkt, und das Hobby war besiegelt.

Orchideen kamen irgendwann zwischendurch zufällig dazu, Pflanzen mögen viele Kinder ja so oder so. Ich war speziell bei Orchideen zuerst sehr angezogen von der recht einzigartigen Pflanzenform und Pflege, dann von der enormen Artenvielfalt und durch mein Interesse an Genetik habe ich schließlich auch angefangen mich mit der Züchtung zu befassen. Aktuell habe ich leider keine Orchideen mehr, will irgendwann(TM) aber unbedingt wieder welche haben. Vor allem Zygopetalae haben es mir sehr angetan und Cymbidien sind auch unheimlich schön, beide sind für mein Zimmer aber zu groß. Eine Oncidium Tiny Twinkle wäre eine Anschaffung, die ich mal machen könnte. Die meisten Wildtypen kann man leider nicht so ohne weiteres auf der Fensterbank halten, ein eigenes Orchideenterrarium wäre der Traum.

Gesammelt habe ich schon immer gerne alles mögliche. Steine, Flummies, die üblichen Verdächtigen eben. Von meiner Tante bekam ich im Grundschulalter mein erstes Briefmarkenalbum und habe da einfach immer weitergemacht. An die Expo 2000 kam ich, weil ich als Kind die Zeichentrickserie mit dem Makottchen Twipsy gesehen habe. Warum ich da so ins Sammelfieber verfallen bin, kann ich mir bis heute nicht erklären. Es macht mich einfach glücklich.
An die Zeichensachen kam ich über das Design von Nadelspitzen, da ich mich auch für Technik und, ganz lapidar gesagt "altes Zeug" allgemein interessiere, war das Sammeln im Bereich "Technisches Zeichnen" eine sich selbsterklärende Entwicklung.

Zum ganz großen Fisch, den Textilien, kam ich durch eine vage Erinnerung mit 18, dass ich als Kind mal Spaß am Häkeln gehabt hatte. Also fing ich wieder damit an.
Beim Häkeln war ich sehr schnell angezogen von Häkelspitzen, eins meiner ersten Projekte war eine Spitzenarmstulpe die ich mir selbst aus mehreren Mustern zusammengereimt habe. Fertig wurde sie nie, aber es war der erste große Sprung eine Pfütze, die sich schnell zu einem Ozean ausweitete.
Als ich nämlich online nach Mustern für Häkelspitzen gesucht habe, kam ich auf das Filet-Häkeln und zur irischen Häkelspitze.
Vom Filet-Häkeln ging es dann zu den echten Filetspitzen und den runden Teneriffa-Spitzen und durch die irische Häkelspitze kam ich schlussendlich zur Nadelspitze, die sich schnell zu meinem Hauptgebiet entwickelt hat. Nenn' mir ein Buch über Nadelspitze und es steht wahrscheinlich in meinem Regal.
Irgendwo zwischendurch habe ich auch noch Schiffchenspitze aufgegabelt und stricken gelernt, auch gestickt habe ich hier und dort schon.
Es gibt aber durchaus ein paar Spitzenarten, die ich selbst noch nicht ausprobiert habe. So hatte ich zB noch nicht den Drang, mich praktisch mit dem Klöppeln auseinander zu setzen, und es hat einige Unterarten der Knoten- und Nadelspitzen, an denen ich mich noch nicht probiert habe.
Über lange Zeitstrecken konnte ich mich leider auch nur theoretisch mit dem Handarbeiten auseinandersetzen, obwohl ich also sehr viel angefangen und geübt habe, habe ich dafür leider nicht viel vorzuzeigen.

Auf historische Kleidung bin ich, ungelogen, durch ein Videospiel gekommen: Bioshock Infinite. Die Handlung spielt sich in 1912 ab, also zum Ende der Edwardischen Era hin. Ich bin zufällig über Zeichnungen von einer Künstlerin gestolpert, die mehrere Charaktere für das Spiel konzipiert hat, und war sofort verliebt. Die viktorianische Wespentaille die man ja heute immernoch hier und da mal im modernen Kontext sieht, hatte mich bis dahin nie angesprochen.
Aber die edwardische Taubenbrust fand mein Hirn aus irgendeinem Grund unglaublich schön. Vielleicht weil ich selbst ein ziemliches Hohlkreuz habe, man ist sich selbst am nächsten und so...
Hier wiederholte sich nun das Spiel, dass ich 5 Jahre zuvor schon einmal mit Kimonos gespielt hatte, nur dass ich diesmal durch die kulturelle Nähe viel mehr Mittel hatte, da wirklich einzutauchen.
Nun kann man eine Stilperiode nicht verstehen, wenn man nicht auch die davor erforscht, und so hat sich das Interesse inzwischen auch weiter nach hinten ausgeweitet. Nach vorne auch etwas, aber eher weniger.

Zudem kann man die historische Entwicklung von Kleidung, vorallem von Frauenkleidung im 19. und 20. Jahrhundert, nicht nachvollziehen, ohne sich auch ein gewisses Maß an Geschichtswissen anzueignen, vorallem im Hinblick auf andere dekorative Künste, aber auch die existieren selber im allgemein-historischischen Kontext der Zeiten.

Wenn man sich also für Geschichte und Technik interessiert, dann auch noch einen besten Freund hat, der eine ansteckende Begeisterung für Autos und Flugzeuge hat, und dann leider Gottes ein paar Länder weiter auch noch ein Krieg das eigene Befinden zum Thema Militär komplett umkrempelt, dann wird man, oder zumindest ich, plötzlich zu einem Angriffskrieggegner mit einem Interesse an Militärtechnik.
Hinzu kommt noch, dass die größten Fortschritte der Physik und quasi die ganze Informatik aus der Miltitärentwicklung gewachsen sind, und an Unis durchaus direkt oder indirekt Militärforschung betrieben wird. Berührungspunkte mit der Thematik waren bei mir also so oder so schon gegeben.

Nun nehme man das alles, knete es gut zu einer Masse zusammen, forme es in eine einmeterachtundsechzig große Menschengestalt und *zack* hat man mich da stehen.
Ich hoffe es war interessant und ab und an auch unterhaltsam zu lesen.
Tatsächlich habe ich mir vorher noch nie so wirklich Gedanken darüber gemacht, wie meine ganzen Interessen eigendlich so zusammengekommen sind, von daher hatte ich jetzt selbst viel Spaß daran, das mal genauer aufzudröseln. Und festzustellen, dass das alles ja doch eigendlich, im Großen und Ganzen und überhaupt, sehr viel Sinn ergibt.

Liebe Grüße, ich geh' jetzt erstmal was fuddern.
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Delilah-Rose
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Delilah-Rose »

Ich finde deine Geschichte , wie entwickelte ich meine Hobbies sehr interessant und es hat mir richtig Spaß gemacht sie zu lesen - vieles kenne ich von mir, Sammelleidenschaften verschiedenster Art, Handarbeiten, ich zähle nicht alles auf, sonst lande ich als verschrobene Alte in der Abstellkammer und fasse das mal zusammen mit den tröstlichen Worten ich habe immer noch Spaß neues zu lernen und zu entdecken und breitgefächertes Wissen um seine Leidenschaften kann nicht falsch sein, nur mit Physik habe ich es nicht so wirklich, bin zufrieden die Gesetze der Physik zu verstehen, Briefmarken sammeln habe ich im Teenageralter aufgegeben, war vielleicht ein Fehler, denn Nähmaschinen brauchen so viel mehr Platz biggrin biggrin
sct_0
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von sct_0 »

Delilah-Rose hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 18:45 ich zähle nicht alles auf, sonst lande ich als verschrobene Alte in der Abstellkammer und fasse das mal zusammen mit den tröstlichen Worten ich habe immer noch Spaß neues zu lernen und zu entdecken und breitgefächertes Wissen um seine Leidenschaften kann nicht falsch sein
Ganz ehrlich, ich komme mir selbst mit meinen 30 Jahren manchmal auch schon etwas "verschroben und alt" vor, so dämlich es auch klingt.
Ich bin im Leben etwas hinten dran, mein soziales Umfeld ist daher zum Großteil 5-10 Jahre jünger als ich. Zudem habe ich seit dem ""fortgeschrittenen"" Alter von Mitte-Ende 20 diverse Probleme am Gelenkapparat, bin kurzsichtig und auf einem Ohr schwerhörig.
Wenn man dann, nur mal so zum Bleistift sagen wir...Briefmarken sammelt und strickt...tja.
Natürlich ist das aber völliger Unsinn.

Leider wird "alt" zu sein viel zu oft negativ konnotiert, dabei ist es doch eigendlich ein riesiges Privileg alt werden zu dürfen.
Und wenn ich mir selbst in meinem objektiv jungen Alter schon "alt" vorkommen kann, dann ist dieses ganze Konstrukt von wegen, dass "diese und jene" Dinge jemanden (im negativen Sinne) "alt" machen, ja offensichtlicher Humbug.
In diesem Sinne würde ich mich ebenso freuen von dir zu hören, wofür du dich so interessierst und wie es dazu kam.

Im echten Leben bin ich sehr schüchtern Leuten gegenüber, die eine Ecke älter sind als ich. Unter anderem weil ich große Schwierigkeiten habe, Dialekte zu verstehen. Das alleine macht den Austausch in Person oft schon schwierig. Gerade als junge Frau wird man in seinen Interessen auch gerne mal nicht so ernst genommen. Ich war kürzlich auf zwei Antiquariatsmessen, und hatte durchaus das Gefühl, von einigen Ausstellern und Besuchern kritisch beäugt zu werden, so nach dem Motto "Wie hat die sich denn hier hin verlaufen?". Obwohl ich dort wie die Meisten als langjähriger Sammler unterwegs war.

Dabei bin ich eigendlich sehr glücklich wenn ich mich mit Menschen austauschen kann, die schon so viel mehr gesehen und erlebt haben als ich. Aus Büchern kann man viel lernen, aus Gesprächen noch viel mehr.
Dementsprechend freut es mich sehr, dass ich hier so warm empfangen und ernstgenommen werde. Ich hatte tatsächlich etwas Sorge, als "Grünspecht, der sich hier gleich mal groß aufplustert" wahrgenommen zu werden, und bin erleichtert, dass dem nicht so ist.
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Kerstin
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Kerstin »

Hallo Myriel!
Schön, dass es Dich hier in dieses Forum verschlagen hat! Ein herzliches Willkommen auch von mir.
Dein breitgefächertes Interesse an allem Möglichen ist schon beachtlich und ich bin gespannt, was Du so alles erzählen wirst.
Ich selbst liebe alte Handarbeitstechniken und hab mir die eine und andere Technik draufgedrückt. Dazu gehören Klöppeln, Nadel- und Schiffchenspitzen, Filetarbeiten. Stricken ja, Häkeln eher nein. Aber eigentlich bin ich eine Näherin…
Also noch einmal herzlich Willkommen!
Liebe Grüße Kerstin.
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Jonas2404
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Re: Moinmoin aus BaWü!

Beitrag von Jonas2404 »

sct_0 hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:44
Jonas2404 hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 13:37 ... Ich bin noch nicht lange mit Nähmaschinen "zugange", eigentlich sollte ein Erbstück für den Hausgebrauch wieder flott werden, jetzt tummeln sich ein paar mehr in der Wohnung.

Im letzten Jahrtausend habe ich technische Zeichnerin gelernt. Bevor wir mit den Skribenten (das DDR-Gegenstück zu Rotring) arbeiten durften, mussten wir mehrere Monate mit der Ziehfeder arbeiten.

Liebe Grüße aus Berlin
Birgit
Hi!
Sehr cool, dass du das gelernt hast! Skribenten habe ich tatsächlich noch keine in meiner Sammlung, die würden noch sehr gut reinpassen. Erinnern mich vom Design her sehr an die Micron und Varioscript von Rotring. Ziehfedern habe ich ein paar, ich meine ich müsste in meinem großen Proebst Zirkelkasten auch eine doppelte haben, die waren soweit ich weiß vorallem für Schienenpläne.
Warst du auf was bestimmtes spezialisiert? Ich habe mir mein erstes Set Rotring Isographen tatsächlich geholt, um damit Entwürfe für Nadelspitzen zu zeichnen, so führte ein Hobby schnell zum Nächsten. biggrin
...
Um trotzdem wieder zu Nähmaschinen zu kommen: In welcher Form tummeln sich die Maschinen bei dir? Bin sehr neugierig wie Leute das handhaben, vorallem wenn es sich um Maschinen mit Tisch handelt.
...
Ich habe hier ein bisschen was über technische Zeichengeräte erzählt.

Mit den Nähmaschinen hat es angefangen mit Muttis Köhler 25-30 aus Altenburg und den Corona-Masken, dann kamen die Nähmaschinenfreunde und verschiedene Veritas 8014 (/3,/22, /29,/40), Mewa Freia, Dürkopp 1027, Overlock Victoria HA 800...
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