Die 138-6-U meiner Mutter
Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Wie immer: Petroleum/Lampenöl und Wärme (Föhn).
Das kann durchaus einige Wiederholungen der Prozedur notwendig machen, bis auch die letzten verharzten Ölreste rausgespült sind.
Danach einmal mit Feinmechaniköl abschmieren.
Für den Nachlauftest: Keilriemen runter, Füßchen hoch, Geradstich.
Das kann durchaus einige Wiederholungen der Prozedur notwendig machen, bis auch die letzten verharzten Ölreste rausgespült sind.
Danach einmal mit Feinmechaniköl abschmieren.
Für den Nachlauftest: Keilriemen runter, Füßchen hoch, Geradstich.
Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Es braucht lange, das die erforderliche Wärme an den Armwellenlagern ankommt, wegen dem dicken sie umgebenden Grauguß.
Die recht dünnen Lager des Fadenlegerhebels haben auch recht große Oberflächen, welche etwas mühsam zu reinigen sind.
Die Nadelstangenkulisse (bei Zickzack muss sie sich oben in ihrem Lager etwas bewegen), ist auch oft an dieser Stelle verharzt.
Ebenso müssen die Spitzenlager der Transporteurwellen überprüft, entharzt und "dicht" gestellt werden.
Und - wie Makatea schon schreibt, mitunter ist viel Geduld gefragt bei diesen sich wiederholenden Reinigungsprozeduren.
Wenn sich spürbare Erfolge einstellen, die Maschine länger im Motorbetrieb laufen lassen und nachölen.
Die recht dünnen Lager des Fadenlegerhebels haben auch recht große Oberflächen, welche etwas mühsam zu reinigen sind.
Die Nadelstangenkulisse (bei Zickzack muss sie sich oben in ihrem Lager etwas bewegen), ist auch oft an dieser Stelle verharzt.
Ebenso müssen die Spitzenlager der Transporteurwellen überprüft, entharzt und "dicht" gestellt werden.
Und - wie Makatea schon schreibt, mitunter ist viel Geduld gefragt bei diesen sich wiederholenden Reinigungsprozeduren.
Wenn sich spürbare Erfolge einstellen, die Maschine länger im Motorbetrieb laufen lassen und nachölen.
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DerRestaurator
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Re: Die 138-6-U meiner Mutter
OK, ihr geht also von Verharzung aus, ich hatte jetzt eher in Richtung mechanische Schwergängigkeit durch Fehleinstellung getippt. Was mir aufgefallen ist, ist dass der Gleitstein axial in seiner Gabel von der Stichverstellwelle gerieben/angelaufen zu haben scheint, auf jeden Fall ist die Gabel da an der inneren Stirnfläche komplett glänzend blank. Muss vllt mal ein Bild machen.
Motorbetrieb fällt aus, weil kein Motor vorhanden ist
Motorbetrieb fällt aus, weil kein Motor vorhanden ist
Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Ja, nur Verharzung wird der Grund für den Schwergang sein.
Motorbetrieb muss es nicht zwingend sein, der Reinigungseffekt tritt dabei nur schneller ein, wenn die verbliebenen Rückstände durch das frische Öl aus den Lagern gedrückt werden.
Motorbetrieb muss es nicht zwingend sein, der Reinigungseffekt tritt dabei nur schneller ein, wenn die verbliebenen Rückstände durch das frische Öl aus den Lagern gedrückt werden.
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Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Du wirst verstehen, warum Pfaff das so gemacht hat, wenn Du das erste Mal diese Zapfen los- (das geht ja noch) und dann, mit einem extrem schweren Eisenschwein in der Hand, wieder festgeschraubt hast.DerRestaurator hat geschrieben: ↑Sa 14. Feb 2026, 13:13Oh, danke! Das macht eigentlich total viel Sinn!
Ich habe mich jetzt schon ein paar Mal geärgert, dass sie so locker auf den Zapfen der Gelenke sitzt, meine Matador hat da Klemmschrauben, die Pfaff leider nicht.
Das ist bei den Haushalts-Pfaffen aus Eisen schon eine Qual, mit einer Industrie-Maschine, wie der 138, wäre das ohne fahrbaren Motorheber aus dem KFZ-Bereich eigentlich überhaupt nicht machbar.
Ja, mach mal Bilder, aber die Erfahrung lehrt, daß verwahrloste Pfaffen wegen der engen Fertigungstoleranzen schnell Probleme mit verharztem Öl bekommen....ich hatte jetzt eher in Richtung mechanische Schwergängigkeit durch Fehleinstellung getippt. Was mir aufgefallen ist, ist dass der Gleitstein axial in seiner Gabel von der Stichverstellwelle gerieben/angelaufen zu haben scheint, auf jeden Fall ist die Gabel da an der inneren Stirnfläche komplett glänzend blank. Muss vllt mal ein Bild machen.
Der Zickzacksteller-Bereich ist dabei besonders sensibel.
Das ist halt exquisite Feinmechanik und die möchte bitte auch so behandelt werden ;-)
Zügig treten tut's auch ;-)Motorbetrieb fällt aus, weil kein Motor vorhanden ist
Wenn keine philosphischen Erwägungen dagegen sprechen, 750W-China-Servos kosten bei Aliexpress unter 80€ inkl. Versand und die machen richtig Spaß ;-)
Das ist natürlich brutal übermotorisiert, aber die Drehzahlregelung ist im Vergleich zu allem, was es vorher gab, traumhaft...
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DerRestaurator
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Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Ich glaube ich habe das Missverständlich ausgedrückt. Die Steckzapfen sind schon gut, aber eine seitlich klemmende Schraube wäre keine Sünde. Genau so hat Tittel & Nies das gemacht, Steckzapfen wie bei Pfaff aber eben seitlich klemmbar.Makatea hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 21:03 Du wirst verstehen, warum Pfaff das so gemacht hat, wenn Du das erste Mal diese Zapfen los- (das geht ja noch) und dann, mit einem extrem schweren Eisenschwein in der Hand, wieder festgeschraubt hast.
Das ist bei den Haushalts-Pfaffen aus Eisen schon eine Qual, mit einer Industrie-Maschine, wie der 138, wäre das ohne fahrbaren Motorheber aus dem KFZ-Bereich eigentlich überhaupt nicht machbar.
Alles andere wäre natürlich unpraktisch, die ist schon so etwas fummelig anzusetzen.
Wird gemacht und ja, das ist mir schon irgendwie bewusst. Bin da aber auch nicht ganz unsensibel, habe auch schon mit auf 0,001mm auflösenden Messmitteln gearbeitet
Ich bin mir da zu 99,9% sicher, dass meine Ma die original behalten möchte
Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Na, wo Du Dich jetzt als gelernter/studierter Maschbauer (oder umliegende Dörfer) zu erkennen gegeben hast,
müssen wir ja zumindest in diesem Bereich keine weiteren Hinweise geben.
Tretbetrieb ist völlig OK; wenn man das kann.
Wer nicht öfter mal gern Gardinen meterweise mit mehr als 2000 spm säumen würde, vermißt den Motor auch nicht
Ich habe Tretbetrieb auch mal eine Weile ausprobiert, habe dann aber doch den Motor-Luxus kennen und lieben gelernt, aber jeder Jeck, wie er mag
müssen wir ja zumindest in diesem Bereich keine weiteren Hinweise geben.
Tretbetrieb ist völlig OK; wenn man das kann.
Wer nicht öfter mal gern Gardinen meterweise mit mehr als 2000 spm säumen würde, vermißt den Motor auch nicht
Ich habe Tretbetrieb auch mal eine Weile ausprobiert, habe dann aber doch den Motor-Luxus kennen und lieben gelernt, aber jeder Jeck, wie er mag
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DerRestaurator
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Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Fachoberschule Technik (allerdings ohne papierhaften Abschluss), dann Zweiradmechaniker Fahrradtechnik (mit Gesellenbrief), dann 10 Jahre Motoreninstandsetzung. Aber auch hobbymäßig Zerspanung und alles mögliche rund um verschiedene Oldtimer. Aber auch etwas Kenntnis in Elektrotechnik und wie man Holz aus dem Wald in den Ofen bekommt habe ich auch mal gelernt...
Aber genug
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DerRestaurator
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Re: Die 138-6-U meiner Mutter
DerRestaurator hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 18:27 OK, ihr geht also von Verharzung aus, ich hatte jetzt eher in Richtung mechanische Schwergängigkeit durch Fehleinstellung getippt.
Heute hatte ich mal wieder Zeit und Ruhe für die Pfaff. Meine Vermutung war ja, dass es der Gleitstein sein könnte, der war es aber definitiv nicht und das habe ich herausgefunden, bevor ich da irgendetwas herumgestellt habe
Letztlich war es so simpel wie blöd: es sind ja alle Schrauben an der Maschine höllisch angeknallt, nur die Schrauben die das Handrad auf der Welle klemmen, die waren nicht so fest. Dafür aber die axial eingedrehte Schraube und die hatte eben das Axialspiel gen 0,0 reduziert. Da man an die beiden Klemmschrauben erst nach Abnahme der Riemenscheibe kommt und ich diese noch nie ab hatte, muss da vorher jemand dran gewesen sein. Also entweder der Mechaniker vor über 30 Jahren oder mein Opa, der definitiv ein sehr guter Elektriker, mechanisch aber nicht so gut drauf war.
Ich habe jetzt trotzdem so etwas zu barzig ausehnde Ecken mit Petroleum gewaschen und alles noch mal geölt.
Jetzt läuft die Maschine sehr schön leicht und damit auch so leicht wie für mich noch nie
Nach dem Mittagessen wird dann nochmal alles soweit trocken gelegt, dass keine Öltropfen auf Werkstücke kommen können und evtl mal richtig genäht!
Re: Die 138-6-U meiner Mutter
Ein zu dicht gestelltes Handrad an der alten Pfaff - darauf wäre ich auch nicht gekommen, weil ich das schlichtweg nicht vermutet hätte.
Bei Industrienähmaschinen, wo schon öfter mal von verschiedenen Leuten herumgeschraubt wurde, hatte ich das allerdings auch schon.
Vorsicht, die beiden Schrauben des Handrads sind verschieden, eine mit kegliger Spitze, die andere flach. Erstere kommt in die Kerbe der Armwelle.
Verwechselt man die beiden beim Montieren, bekommt man das Handrad später nur noch unter Mühen (manchmal so gut wie gar nicht) und mit Riefen ab, weil die falsch positionierte Kegelschraube das Material auf der Armwelle zur Seite drückt beim Festschrauben.
Bei Industrienähmaschinen, wo schon öfter mal von verschiedenen Leuten herumgeschraubt wurde, hatte ich das allerdings auch schon.
Vorsicht, die beiden Schrauben des Handrads sind verschieden, eine mit kegliger Spitze, die andere flach. Erstere kommt in die Kerbe der Armwelle.
Verwechselt man die beiden beim Montieren, bekommt man das Handrad später nur noch unter Mühen (manchmal so gut wie gar nicht) und mit Riefen ab, weil die falsch positionierte Kegelschraube das Material auf der Armwelle zur Seite drückt beim Festschrauben.
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