Pfaff 305 - hier liegen die Wurzeln der Pfaff 335
Verfasst: Mi 8. Jul 2026, 01:45
Vor einigen Tagen fand ich eine sehr interessante alte Pfaff bei Kleinanzeigen, welche ich schon immer gesucht hatte - eine Pfaff Dreifachtransport mit Schnurkette!
Ich konnte es nicht glauben, endlich ein "Exemplar dieser Gattung" sehen zu dürfen.
Diese seltene Nähmaschine befand sich zudem in einem sehr guten Originalzustand.
Leider passte es für mich gerade nicht, die Abholung zu organisieren und die Maschine war auch sehr schnell verkauft.
Noch vor erfolgtem Verkauf der Pfaff 305 fragte ich die Verkäuferin, ob sie mir für unser Forum einige Fotos mit der ausdrücklichen Genehmigung, diese hier zu verwenden, zukommen lassen könnte.
Ich hatte Glück, vielen Dank nochmals an Frau Melanie H. für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Fotos hier.
Die hier gezeigte Pfaff 305 ist schon ein Übergangsmodell zu der Maschine mit dem noch bis in die 90er Jahre gebauten "normalen" Stichsteller(hebel).
Man sieht schon die Vorbereitungen im Gußkörper für das nachfolgende Modell, die untere Ölbohrung für die Schmierung des unteren Königswellen-Lagers ist noch nicht zu sehen.
Auf der Umschlagseite der Bedienungsanleitung wird die Pfaff 305 als "Spezial-Nähmaschine für Einfassarbeiten mit mitgehender Einfaßhülse" beschrieben. Stichplatte und Transporteur der Einfaß-Garnitur sind an der hier gezeigten Pfaff noch vorhanden.
Ihrem Typschild 305 -17AB S gemäß wurde sie der Klasse A/B zugeordnet und war für das Nähen von Stoffen vorgesehen.
Die "17" verrät den Verwendungszweck des Einfassers: "Einfassen mit Stoff oder weichem Lederband mittels Winkelhülse, einschl. Bandteller und Bandrollenhalter."
Die Pfaff 305 wurde mit einer max. Stichlänge von 5 mm ausgeliefert und konnte in der Ausführung C Nadeln bis NM 160 verwenden.
Das Nadelsystem nannte sich "Lutrina", es gab nur 2 Nadelmodelle, Lutrina R für Stoff und Lutrina H für Leder.
Der Durchgangsraum für das Nähgut beträgt 230 x 115 mm Die Stichlänge wurde durch Hereindrücken des Knopfes eingestellt, dabei wurde das Handrad für eine größere Stichlänge auf den Nähenden zu, für eine kleinere Stichlänge nach hinten bewegt.
Auf dem oberen Armdeckel handradseitig gibt es entsprechend zwei kleine Hinweispfeile. Die Maschine ist mit stoßfreiem Gleitfadenleger ausgestattet und für max. 2800 Stiche pro Minute ausgelegt.
Sie wurde damals als Schnellnäher beworben. Man beachte die Ausführung des Greifers.
Der Durchmesser des Unterarmes an der Stichplatte beträgt 46 mm. Im Vergleich zur 335 ist der handradseitige untere Ausschnitt im Gehäuse wesentlich größer gearbeitet und man sieht das untere Schnurkettenrad. Blick von oben auf die Hubwelle und Ölbohrungen Der spannende Blick unter den Deckel war leider nicht mehr möglich, deshalb anbei die Illustration aus der BDA der Pfaff 305 (Drucklegung 1937) Gern hätte ich den vermutlich leichten Lauf dieser Nähmaschine mit Schnurkette getestet, aber die Fotos sind ein guter Trost.
Interessant wäre auch gewesen, die einzelnen Baugruppen mit denen der späteren Maschinen aus den 80er und 90er Jahren zu vergleichen, Pfaff achtete immer auf Abwärtskompatibilität.
Vielleicht klappt es beim nächsten Mal...
Ich konnte es nicht glauben, endlich ein "Exemplar dieser Gattung" sehen zu dürfen.
Diese seltene Nähmaschine befand sich zudem in einem sehr guten Originalzustand.
Leider passte es für mich gerade nicht, die Abholung zu organisieren und die Maschine war auch sehr schnell verkauft.
Noch vor erfolgtem Verkauf der Pfaff 305 fragte ich die Verkäuferin, ob sie mir für unser Forum einige Fotos mit der ausdrücklichen Genehmigung, diese hier zu verwenden, zukommen lassen könnte.
Ich hatte Glück, vielen Dank nochmals an Frau Melanie H. für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Fotos hier.
Die hier gezeigte Pfaff 305 ist schon ein Übergangsmodell zu der Maschine mit dem noch bis in die 90er Jahre gebauten "normalen" Stichsteller(hebel).
Man sieht schon die Vorbereitungen im Gußkörper für das nachfolgende Modell, die untere Ölbohrung für die Schmierung des unteren Königswellen-Lagers ist noch nicht zu sehen.
Auf der Umschlagseite der Bedienungsanleitung wird die Pfaff 305 als "Spezial-Nähmaschine für Einfassarbeiten mit mitgehender Einfaßhülse" beschrieben. Stichplatte und Transporteur der Einfaß-Garnitur sind an der hier gezeigten Pfaff noch vorhanden.
Ihrem Typschild 305 -17AB S gemäß wurde sie der Klasse A/B zugeordnet und war für das Nähen von Stoffen vorgesehen.
Die "17" verrät den Verwendungszweck des Einfassers: "Einfassen mit Stoff oder weichem Lederband mittels Winkelhülse, einschl. Bandteller und Bandrollenhalter."
Die Pfaff 305 wurde mit einer max. Stichlänge von 5 mm ausgeliefert und konnte in der Ausführung C Nadeln bis NM 160 verwenden.
Das Nadelsystem nannte sich "Lutrina", es gab nur 2 Nadelmodelle, Lutrina R für Stoff und Lutrina H für Leder.
Der Durchgangsraum für das Nähgut beträgt 230 x 115 mm Die Stichlänge wurde durch Hereindrücken des Knopfes eingestellt, dabei wurde das Handrad für eine größere Stichlänge auf den Nähenden zu, für eine kleinere Stichlänge nach hinten bewegt.
Auf dem oberen Armdeckel handradseitig gibt es entsprechend zwei kleine Hinweispfeile. Die Maschine ist mit stoßfreiem Gleitfadenleger ausgestattet und für max. 2800 Stiche pro Minute ausgelegt.
Sie wurde damals als Schnellnäher beworben. Man beachte die Ausführung des Greifers.
Der Durchmesser des Unterarmes an der Stichplatte beträgt 46 mm. Im Vergleich zur 335 ist der handradseitige untere Ausschnitt im Gehäuse wesentlich größer gearbeitet und man sieht das untere Schnurkettenrad. Blick von oben auf die Hubwelle und Ölbohrungen Der spannende Blick unter den Deckel war leider nicht mehr möglich, deshalb anbei die Illustration aus der BDA der Pfaff 305 (Drucklegung 1937) Gern hätte ich den vermutlich leichten Lauf dieser Nähmaschine mit Schnurkette getestet, aber die Fotos sind ein guter Trost.
Interessant wäre auch gewesen, die einzelnen Baugruppen mit denen der späteren Maschinen aus den 80er und 90er Jahren zu vergleichen, Pfaff achtete immer auf Abwärtskompatibilität.
Vielleicht klappt es beim nächsten Mal...