Unbequeme Manschetten
Verfasst: Mo 15. Jun 2026, 18:05
Hattet Ihr bei Blusen oder Oberhemden auch schon das Gefühl, dass die Manschetten "zuviel" sind? Irgendwie im Wege, beengend, einfach lästig? Ich habe mich schon öfter von Manschetten getrennt.
Zuerst trenne ich die Nähte am Ende der Blenden auf, die die Ärmelschlitze verdecken (Bild I). in diesem Stadium sind die Ärmel noch nicht durchschnitten. Dass es auf dem Bild doch der Fall ist, liegt daran, dass ich erst nach dem nächsten Arbeitsschritt auf die Idee gekommen war, die Näharbeit zu dokumentieren.
Nachdem beim Nähte-Auftrennen die Schlitze zu Tage getreten sind, schneide ich die unteren Enden der Ärmel genau am Anfang der Schlitze ab, senkrecht zum Faden- oder Musterlauf (Bild II).
Ihr seht, die Ärmel verjüngen sich nach unten (Bild III). Hier einen Saum zu falten und zu nähen, kann nur krumm und schief werden. Ärmelenden mit Blenden aus doppelt liegendem Stoff mit Einlage dazwischen, ja, das wäre möglich und sähe gut aus. Aber für diese elegante Lösung reicht der abgeschnittene Stoff nicht. Es kommen also nur normale Säume in Frage, zweimal eingeklappt und schlicht.
Ich markiere, wo die Unterkanten der Ärmel sein sollen (Bild IV) und trenne sowohl die Ärmelnähte als auch die Versäuberungsnähte bis zu diesem Punkt auf (Bild V).
Ab dem Markierungspunkt verbreitere ich die sich verjüngenden Ärmel mit je zwei kleinen Stoffstreifen und nähe diese fest mit einer einzigen Naht in senkrechter Linie hinab zum Ärmelende. Das ist gleichzeitig die Ersatznaht für die aufgetrennte schräge Naht (Bild VI).
Schön anbügeln und die Stoffstreifen vielleicht noch etwas zurückschneiden, dann kann der sich nun nicht mehr verjüngende Teil des Ärmels zweimal nach innen gefaltet werden. Die Stoffstreifen verschwinden im Saum und sind unsichtbar geworden. Die Kniffe werden angebügelt. Um den ganzen Ärmelabschluss herum kann nun knappkantig die Schlussnaht gesetzt werden Bild (IX). Fertig (Bild X).
Grüße
emmi
Zuerst trenne ich die Nähte am Ende der Blenden auf, die die Ärmelschlitze verdecken (Bild I). in diesem Stadium sind die Ärmel noch nicht durchschnitten. Dass es auf dem Bild doch der Fall ist, liegt daran, dass ich erst nach dem nächsten Arbeitsschritt auf die Idee gekommen war, die Näharbeit zu dokumentieren.
Nachdem beim Nähte-Auftrennen die Schlitze zu Tage getreten sind, schneide ich die unteren Enden der Ärmel genau am Anfang der Schlitze ab, senkrecht zum Faden- oder Musterlauf (Bild II).
Ihr seht, die Ärmel verjüngen sich nach unten (Bild III). Hier einen Saum zu falten und zu nähen, kann nur krumm und schief werden. Ärmelenden mit Blenden aus doppelt liegendem Stoff mit Einlage dazwischen, ja, das wäre möglich und sähe gut aus. Aber für diese elegante Lösung reicht der abgeschnittene Stoff nicht. Es kommen also nur normale Säume in Frage, zweimal eingeklappt und schlicht.
Ich markiere, wo die Unterkanten der Ärmel sein sollen (Bild IV) und trenne sowohl die Ärmelnähte als auch die Versäuberungsnähte bis zu diesem Punkt auf (Bild V).
Ab dem Markierungspunkt verbreitere ich die sich verjüngenden Ärmel mit je zwei kleinen Stoffstreifen und nähe diese fest mit einer einzigen Naht in senkrechter Linie hinab zum Ärmelende. Das ist gleichzeitig die Ersatznaht für die aufgetrennte schräge Naht (Bild VI).
Schön anbügeln und die Stoffstreifen vielleicht noch etwas zurückschneiden, dann kann der sich nun nicht mehr verjüngende Teil des Ärmels zweimal nach innen gefaltet werden. Die Stoffstreifen verschwinden im Saum und sind unsichtbar geworden. Die Kniffe werden angebügelt. Um den ganzen Ärmelabschluss herum kann nun knappkantig die Schlussnaht gesetzt werden Bild (IX). Fertig (Bild X).
Grüße
emmi