Pfaff 333-712/03 Heftmaschine Vorstellung
Verfasst: Fr 20. Mär 2026, 12:32
Über die Wintermonate beschäftigte ich mich mit Wiederherstellung einer Pfaff 333-712/03.
Diese Spezialmaschine wurde für Heft und Unterschlagarbeiten an Sakkos, Mänteln, Damenblazern, Schulterpolstern etc. verwendet.
Im Gegensatz zu ihrer Schwester 712/02 besitzt sie keinen Fadenabschneider.
Als Nadelsystem kommt 134-35 zum Einsatz.
Da sie über einen Doppel-Steppstich verfügt, hatte ich die Idee, das sie sich auch sehr gut zum Stopfen und Malen mit Faden eignen könnte.
Diese Woche war es endlich soweit und sie konnte auf dem Tisch der 335 Platz nehmen (aus Platzgründen müssen sich leider mehrere Maschinen einen Tisch teilen)
Die Maschine ist von den Bohrungen her übrigens komplett vorbereitet für eine 335.
Die Nadelstangenschwinge ist original "Dreifachtransport", lediglich mit einer Bohrung versehen, um sie zu arretieren. Ein Versuch, diese wertvolle schwinge für andere Dreifachtransport-Projekte aufzusparen, scheiterte an der Geometrie der Maschine.
Meine Idee war, die Nadelstangenschwinge einer 141 im Austausch zu nehmen...
Die Rolle, welche die Stoffdrückerstange vertikal bewegt, war komplett zerbröselt.
Glücklicherweise konnte ich sie über Pfaff nachbestellen.
Die alte Stichplatte hatte einen ziemlich großen Stichlochdurchmesser, so das ich mich entschloss, sie ebenfalls zu erneuern.
Wie alle späten Pfaffs kam auch diese 333 ohne Kegelradgehäuse und ich baute die Armwelle ein Stück weit aus, um den Abschlussring zu montieren, welcher das neue Kegelradgehäuse führen sollte.
Leider bemerkte ich erst nach dem Zusammenbau, das eine von Pfaff neu montierte Ölwanne eine Montage des Gehäuses nicht mehr zuließ.
Ich entschied mich, die kleine Ölwanne für das obere Königswellenlager so zu belassen, weil es eine echte Verbesserung zur Schmierung der Königswelle ist.
In den Pfaff-Anleitungen, welche ich kenne, wurde nie ein Hinweis gegeben, wie man das obere Königswellenlager ölen konnte (durch ein Loch des Handrads hindurch mit einem sehr langen Öler...) Dieses Detail fand ich an der 333, das hatte ich bisher noch nicht gesehen: Wurde das Garn eingenebelt für besseren Fadenlauf, oder wurde mit Druckluft nur der Greiferraum sauber gehalten, wegen der Wollmäuse?!
Die Maschine befand sich insgesamt in einem schlechten und ungepflegten Zustand, als ich sie bekam.
Keiner weiß, wer wann an dieser Maschine geschraubt hat..., die Lagerbuchsen der Hubwelle waren mit ihren Bohrungen fürs Öl versetzt eingebaut, das Messingröhrchen, welches das Lager der Greiferwelle ölen sollte, war 2 mm zu kurz...
So tropfte das Öl gerade noch über die Kante in die richtung, wo es eigentlich hin sollte.
Der beige und braune Lack in der leider bekannt schlechten Qualität und kein Vergleich zur früheren Pfaff-Hammerschlag-Lackqualität.
Auch an der Qualität der Schrauben wurde gespart.
Diese Details fallen einem oft erst auf, wenn man den Vergleich mit alten Maschinen hat und ganz genau hinguckt.
Der Anschiebetisch der 335 passt recht gut und auf dem kleinen Probelappen sind erste Stopfversuche zu sehen.
Bis das so gut wie auf dem Foto aussah, gab es noch etwas Stress:
Der Haltefinger des Spulenkapselhalters war zu dicht an ihn rangerückt und ließ den Faden nur noch schlecht durch.
Ursache war, das ich den Greifer wegen der etwas dickeren Nadel etwas nach vorn geschoben hatte.
Wer schon selbst die Mini-Schrauben des Haltefingers neu verschraubt hat, kennt den Stress, die Schrauben wieder sauber ins Gewinde einzuschrauben.
Demnächst wird es richtig spannend, wenn die ersten Stopf/Malversuche starten.
Die Herausforderung ist, den Stoff so zu führen, das die Stichlänge nicht zu kurz wird, die Maschine sich "festnäht"
Diese Spezialmaschine wurde für Heft und Unterschlagarbeiten an Sakkos, Mänteln, Damenblazern, Schulterpolstern etc. verwendet.
Im Gegensatz zu ihrer Schwester 712/02 besitzt sie keinen Fadenabschneider.
Als Nadelsystem kommt 134-35 zum Einsatz.
Da sie über einen Doppel-Steppstich verfügt, hatte ich die Idee, das sie sich auch sehr gut zum Stopfen und Malen mit Faden eignen könnte.
Diese Woche war es endlich soweit und sie konnte auf dem Tisch der 335 Platz nehmen (aus Platzgründen müssen sich leider mehrere Maschinen einen Tisch teilen)
Die Maschine ist von den Bohrungen her übrigens komplett vorbereitet für eine 335.
Die Nadelstangenschwinge ist original "Dreifachtransport", lediglich mit einer Bohrung versehen, um sie zu arretieren. Ein Versuch, diese wertvolle schwinge für andere Dreifachtransport-Projekte aufzusparen, scheiterte an der Geometrie der Maschine.
Meine Idee war, die Nadelstangenschwinge einer 141 im Austausch zu nehmen...
Die Rolle, welche die Stoffdrückerstange vertikal bewegt, war komplett zerbröselt.
Glücklicherweise konnte ich sie über Pfaff nachbestellen.
Die alte Stichplatte hatte einen ziemlich großen Stichlochdurchmesser, so das ich mich entschloss, sie ebenfalls zu erneuern.
Wie alle späten Pfaffs kam auch diese 333 ohne Kegelradgehäuse und ich baute die Armwelle ein Stück weit aus, um den Abschlussring zu montieren, welcher das neue Kegelradgehäuse führen sollte.
Leider bemerkte ich erst nach dem Zusammenbau, das eine von Pfaff neu montierte Ölwanne eine Montage des Gehäuses nicht mehr zuließ.
Ich entschied mich, die kleine Ölwanne für das obere Königswellenlager so zu belassen, weil es eine echte Verbesserung zur Schmierung der Königswelle ist.
In den Pfaff-Anleitungen, welche ich kenne, wurde nie ein Hinweis gegeben, wie man das obere Königswellenlager ölen konnte (durch ein Loch des Handrads hindurch mit einem sehr langen Öler...) Dieses Detail fand ich an der 333, das hatte ich bisher noch nicht gesehen: Wurde das Garn eingenebelt für besseren Fadenlauf, oder wurde mit Druckluft nur der Greiferraum sauber gehalten, wegen der Wollmäuse?!
Die Maschine befand sich insgesamt in einem schlechten und ungepflegten Zustand, als ich sie bekam.
Keiner weiß, wer wann an dieser Maschine geschraubt hat..., die Lagerbuchsen der Hubwelle waren mit ihren Bohrungen fürs Öl versetzt eingebaut, das Messingröhrchen, welches das Lager der Greiferwelle ölen sollte, war 2 mm zu kurz...
So tropfte das Öl gerade noch über die Kante in die richtung, wo es eigentlich hin sollte.
Der beige und braune Lack in der leider bekannt schlechten Qualität und kein Vergleich zur früheren Pfaff-Hammerschlag-Lackqualität.
Auch an der Qualität der Schrauben wurde gespart.
Diese Details fallen einem oft erst auf, wenn man den Vergleich mit alten Maschinen hat und ganz genau hinguckt.
Der Anschiebetisch der 335 passt recht gut und auf dem kleinen Probelappen sind erste Stopfversuche zu sehen.
Bis das so gut wie auf dem Foto aussah, gab es noch etwas Stress:
Der Haltefinger des Spulenkapselhalters war zu dicht an ihn rangerückt und ließ den Faden nur noch schlecht durch.
Ursache war, das ich den Greifer wegen der etwas dickeren Nadel etwas nach vorn geschoben hatte.
Wer schon selbst die Mini-Schrauben des Haltefingers neu verschraubt hat, kennt den Stress, die Schrauben wieder sauber ins Gewinde einzuschrauben.
Demnächst wird es richtig spannend, wenn die ersten Stopf/Malversuche starten.
Die Herausforderung ist, den Stoff so zu führen, das die Stichlänge nicht zu kurz wird, die Maschine sich "festnäht"