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Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 11:34
von DerRestaurator
Hier stelle ich mal die 138-6-U meiner Mutter vor, auch wenn sie darauf besteht, dass es unsere gemeinsame Maschine ist... Sie hat die Maschine einige Jahre vor meiner Geburt gebraucht gekauft, die Vorbesitzerin hat soweit mir bekannt in Heimarbeit für ihren Arbeitgeber daran gearbeitet.
Die Maschine stand dann immer bei meiner Oma im Nähkeller neben der Tittel&Nies Matador und wurde dort auch reichlich benutzt aber wenig gepflegt. Als meine Oma dann ihr Haus aufgeben musste, kam die Matador in mein Zimmer und die Pfaff erstmal auf den Dachboden unserer derzeitigen Mietwohnung. Nun sind beide Maschinen in unserem neuen Heim eingezogen, dass zwar noch Baustelle ist, aber eben auch Lebensraum.
Nun wollten wir eigentlich mal kurz ein paar Zugluftstopper nähen und mussten feststellen, dass die Maschine den Dachboden ganz hervorragend überstanden hat, aber leider schon in einem recht erbärmlichen Zustand dort eingezogen ist.
Also erstmal die Verharzungen lösen, die blanken Teile aufpolieren, ich habe die Fettpackungen erneuert und nun sichten wir gerade was so alles dabei ist und was evtl fehlt.
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Hier ein Blick ins Zubehör:
IMG_20260211_115954 (1).jpg
-Anschlag-/Kantenlineal 41297 mit Schraube
-Steppfuß mit Wattierlienal 41296 offensichtlich für Zickzack-Stich
-Steppfuß für Wattierlineal 26242 offensichtlich für Geradstich
-Stichplatte 41238 für Geradstich (gehört die wirklich zu der Maschine?)
-federnder Steppfuß 43782
-Fuß 41047 wohl zu Stopfen und Knöpfe annähen(?)
-Knopflochfuß mit Gimpenführung 41420 und Führungslineal 41427
-Rollpikierapparat 744700 mit Anleitung (leider ist diese recht schlecht kopiert und die Bilder zeigen den Einsatz nicht mehr wirklich...)
-jede Menge Spulen, die Drei sind nur ein Teil...
-Schlüssel 19017 und der Schlüssel für das Pleuel
-zwei Scheiben "01", ob diese überhaupt zu der Maschine gehören?

Meine Ma und ich haben beiden nicht zu viel Erfahrung mit der Maschine, meine Ma hat vor über 30 Jahren das letzte Mal wirklich selber damit genäht und ich habe außer mal zwei gekürzte Hosenbeine und einen Handtuchsaum auch nicht viel damit gemacht.
Und die alte eiserne Lady ist ja auch etwas aus der Übung geraten, denke ich.

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 11:58
von egon
..... Vom Bild her würde ich den Zustand nicht als erbärmlich einschätzen...

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 12:03
von DerRestaurator
Nun, wenn Du jemandem, die auch noch eigentlich vom Fach war, eine funktionierende, neuwertig aussehende Maschine überlässt und eine verkrustete, nahezu festsitzende Maschine zurück bekommst... Die Bilder sind ja nach der Reinigung entstanden und die Wasserflecke auf dem vormals makellosen Tisch gerade nicht so zu sehen...
Natürlich sieht die jetzt schon wieder ziemlich fein aus. Sind aber auch ein paar Stunden Arbeit drin.

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 13:01
von inch
Ihr habt die 138 schon wieder echt gut hinbekommen!
Die Stichplatte für Geradstich gehört zu der Maschine und ist wichtig für den Geradstich, weil so seine Qualität wesentlich besser wird, denn auch dünner Stoff kann so nicht mehr durch den ZickZack-Schlitz der Stichplatte einfach mal so verschwinden. smile
Man muss nur aufpassen, das man nach dem Geradstich nicht mal plötzlich ZickZack einschaltet, (mir auch schon passiert), das gibt dann natürlich Nadelbruch.
Die beiden Scheiben"01" sind vom Garnrollenständer, welcher bei eurer Paff seitlich an der Tischkante neben dem Spuler montiert war.
Die Schlüssel waren als Standard immer bei den Maschinen für Tisch, Treteinrichtung und Pleuel.

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 13:36
von DerRestaurator
inch hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 13:01 Die beiden Scheiben"01" sind vom Garnrollenständer, welcher bei eurer Paff seitlich an der Tischkante neben dem Spuler montiert war.
Wow, das muss ja ein massiver Trümmer gewesen sein - hast Du da eine Beispielabbildung?

EDIT: gute Bilder habe ich bisher davon nicht gefunden, aber so eine Ahnung bekommen. Das Teil war bei der Maschine definitiv nicht dabei, damit sind die Scheiben wohl über.

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 15:37
von inch
Es gab verschiedene Garnrollenständer, einer davon, ist in der BDA abgebildet, könnte sogar sein, das ich von diesen noch einen vorrätig habe.
Garnrollenständer 138.png

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 15:54
von DerRestaurator
inch hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 15:37 könnte sogar sein, das ich von diesen noch einen vorrätig habe.
Ich glaube den werden wir nicht brauchen... Sie hat ja die beiden Halter oben und für große Rollen gibt es noch einen Holzzapfen hinten im Tisch eingelassen. Das hat bisher immer gereicht und da wir ja nicht nur diese Maschine haben, können wir ja notfalls ausweichen biggrin

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 18:51
von ravemachine
Willkommen im Forum! mx65

Deine Pfaff 138 hat eine schöne Geschichte.

Bei mir ist es eine Pfaff 262 Automatic, die mich von Kindheit an begleitet hat.

Diese Nähmaschinen sind schon so etwas wie ein Familienmitglied mit eigener Seele.

Die Tittel & Nies Matador klingt sehr interessant. Ist es eine Rundschiff-Nähmaschine? Über eine separate Vorstellung würde ich mich sehr freuen.

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 20:16
von egon
Hier nochmal ein Bild von den Scheiben:
IMG_20220209_150203.jpg
Ich finde so einen Garnständer schon schick ----auch wenn man ihn nicht unbedingt brauchen würde...

Grüße, Egon

Re: Die 138-6-U meiner Mutter

Verfasst: Do 12. Feb 2026, 13:06
von DerRestaurator
DerRestaurator hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 11:34 lor]
-Rollpikierapparat 744700 mit Anleitung (leider ist diese recht schlecht kopiert und die Bilder zeigen den Einsatz nicht mehr wirklich...)
Gebrauchsanweisung PFAFF-Universal-Rollpikierapparat Nr 744700.pdf
@ravemachine wird das evtl noch grafisch etwas aufarbeiten, er bekommt von mir mal die Bilder dafür. Vllt bekommen wir das noch leserlicher.