
Zugegeben, es ist ein verrücktes Projekt, die Hose komplett von Hand ( ohne Maschine!) genäht. Die wunderschönen Baumwolltüll-Spitzenborten, habe ich online gekauft bei einem Hersteller aus Vorarlberg/Ö. Auch hier war wieder das Problem, Tüllspitzen zu finden, die wirklich nur aus Naturfasern hergestellt, nicht also aus Mischgeweben oder gar scheusslichen Kunstfasern waren, die billig wirken. Ich war also erstaunt, über das schöne Sortiment!

Dieses Projekt, dient eigentlich nur zu Übung, da viktorianische Handnähtechnik aus ganz kleinen fast unsichtbaren Stichen bestehen sollten. Ich muss da eindeutig noch üben, wie man unschwer erkennen kann! An der Hose alleine arbeitete ich jeden Tag mind. 4 Stunden und war nach 12 Tagen fertig. Die zwei Vorder- u. Hinterteile wurden gesäumt und erst später zusammengenäht, was bei den Ministichen ewig zu dauern schien...
Baumwollsatinbänder, wären viel besser gewesen, fand ich jedoch leider nicht. Auch nicht weiter schlimm, da man später einfach auswechseln könnte. Die Hosenbeine, kann man enger stellen oder auch locker unten auch Wadenlänge tragen, je nach Bedarf.
Die Hose ist- wie damals üblich- hinten zu verschliessen und ich wich an einer Stelle vom Original ab, da meine Hose im Schritt nicht offen sein sollte, was aber, falls man ein Korsett trägt, von grossem Vorteil wäre.

Das Oberteil wurde nur teilweise ( Biesen) an der Maschine (Christ.Columbus, Jax' Donauprinzessin') genäht und ja, ich habe total gepfuscht.


Also, wem übel wird, bei meinen schrecklichen Biesen, der möge bitte die Fotos nicht ansehen.
