Japanisches Jäckchen

Zeigt eure Werke, egal ob genäht, gestickt, gehäkelt oder gestrickt.
Antworten
Benutzeravatar
A.S.M.R.
Beiträge: 2256
Registriert: Sa 8. Feb 2025, 11:14
Wohnort: Austria

Japanisches Jäckchen

Beitrag von A.S.M.R. »

Die Knebelknöpfe fehlen noch, ansonsten ist dss Jäckchen fertig.
Aussen Baumwolle, innen reine Seide- perfekt für Allergiker und eine Wohltat fürdie Haut biggrin
Da ich nicht nach fertigen Schnitten arbeite, orientierte ich mich nach Vorlagen von Pinterest und YT Videos.
Genäht habe ich bwechselnd auf mejner antiken Jax und der Singer 216G fürs Veräubern der Ränder von der Baumwolle. Seidenfutter rolliert man am besten von Hand, was man hier sowieso aber nicht sieht.

LG smile
A.S.M.R.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Singer 216G, Jax C.Columbus, Dürkopp SS, Mundlos SS Handcrank, Stoewer Handcrank, Seidel& Naumann Fiddlebase LS, Winselmann LS, New Shuttle(Moravia) LS, Rast&Gasser, C.Müller LS, Johann Jax LS Handcrank, Janome MC6700Professional

Tags:
Benutzeravatar
Ärmel
Beiträge: 1967
Registriert: Fr 7. Feb 2025, 16:01

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von Ärmel »

Uiii, ist das ein schickes Teil geworden, gefällt mir sehr, mal was anderes.
Aber eine Frage, für welchem Anlass ziehst du diese schöne Jacke an... rolleyes
Grüße Heinrich
Es ist nicht gut, wenn der Mensch alleine ist, mindestens eine Nähmaschine sollte er haben...
Benutzeravatar
Delilah-Rose
Beiträge: 3366
Registriert: Fr 19. Jul 2024, 19:41

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von Delilah-Rose »

Auch das sieht wieder super aus, jetzt kläre mich doch mal auf, wann trägt man das?
Benutzeravatar
A.S.M.R.
Beiträge: 2256
Registriert: Sa 8. Feb 2025, 11:14
Wohnort: Austria

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von A.S.M.R. »

Tragen kann man das immer- vielleicht nict gerade, wenn man kocht, aber man kann auch, wie es Japanerinnen machen, um sich nicht die weiten Ärmel zu beschmutzen, die Ärmel gekonnt um den Arm legen, Aufpassen muss man dennoch. Japaner tragen diese Jacken eigentlich als ganz normale Alltagskleidung sofern sie keine Bürohengste in Tokyo sind, sondern faschionable traditionell wink
Und da mich unsere derzeitige Mode, garnicht anspricht und ich immer schon mein Ding durchzog, trage ich sowas auch immer, wenn ich Lust habe.
Singer 216G, Jax C.Columbus, Dürkopp SS, Mundlos SS Handcrank, Stoewer Handcrank, Seidel& Naumann Fiddlebase LS, Winselmann LS, New Shuttle(Moravia) LS, Rast&Gasser, C.Müller LS, Johann Jax LS Handcrank, Janome MC6700Professional
Benutzeravatar
Delilah-Rose
Beiträge: 3366
Registriert: Fr 19. Jul 2024, 19:41

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von Delilah-Rose »

ist auf jeden Fall ein Träumchen.
Benutzeravatar
A.S.M.R.
Beiträge: 2256
Registriert: Sa 8. Feb 2025, 11:14
Wohnort: Austria

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von A.S.M.R. »

Ich trug sie noch nicht, weil mir noch die Unterkleidung ( Hadajuban) dazu fehlt. sad Da innen ja reine glatte Seide, trägt man es nie auf nackter Haut, um diese sensiblen Gewebe auch lange schön zu erhalten und damit auch seltener zu waschen.
Hier mal einen kleine Einführung:
Unterwäsche, die unter einem Kimono getragen wird, heißt hauptsächlich Juban ( Untergewand ähnlich dem Kimono- gibts in verschiedenen Längen) u. besteht oft aus zwei Teilen: dem Hadajuban (Oberteil für Oberkörper) und dem Susoyoke (Unterrock-Teil), oder einer Kombination, die direkt auf der Haut getragen wird, um teure Kimonos zu schützen. Der wichtigste Teil ist der Nagajuban, ein langes Unterkleid, das aussieht wie ein kürzerer Kimono und dessen Kragen unter dem Kimonokragen hervorblitzt. Dieser Kragen, ist oft auch sehr edel gefertigt und äusserst dekorativ. wink

Nagajuban (長襦袢): Das lange Unterkleid, das wie ein Kimono aussieht, aber unter dem eigentlichen Kimono getragen wird. Es schützt den Kimono vor Schweiß und Hautfett.Hadajuban (肌襦袢): Das Oberteil des Untergewands, das direkt auf der Haut getragen wird, oft ein einfaches T-Shirt-ähnliches Stück.Susoyoke (裾除け): Der Unterrock-Teil, der um die Hüften und Beine gewickelt wird, oft in Kombination mit dem Hadajuban. 

Hier ein entzückendes Foto aus der Meiji Periode ( 1868- 1912)
Man kann einen dunklen Kragen erkennen, den man um den Hals gelegt mit einem Tuch um die Brust etwas befestigt drunter trägt. Darüber dann der eigentliche Kimono und in diesem Fall auch eine Komono Jackr zusätzlich. Im Endeffekt ein gekonnter Zwiebellock mit wärmendem Effekt im Winter, wo dickere Textilien verwendet werden und dünnere, die eher kühlen für den Sommer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Juban der Oberbegriff ist, wobei Nagajuban das wichtigste Einzelstück ist, das man sieht (der Kragen), während Hadajuban und Susoyoke die spezifischen Kleidungsstücke sind, die direkt auf der Haut getragen werden.

Ein Unterkimono, auch Juban genannt, ist ein traditionelles japanisches Untergewand, das unter dem Kimono oder Yukata getragen wird. Es schützt den empfindlichen Stoff innen. Um seine Lebendauer zu verlängern, sollte dieses traditionelle Kleidungsstück so selten wie möglich gewaschen werden. Zu diesem Zweck tragen die Das Untergewand für den Kimono heißt auf Japanisch „ Nagajuban “. Für einen eleganten Look sollte man ein wenig vom Kragen des Untergewandes unter der Jacke oder unter dem Kimono sehen können.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Singer 216G, Jax C.Columbus, Dürkopp SS, Mundlos SS Handcrank, Stoewer Handcrank, Seidel& Naumann Fiddlebase LS, Winselmann LS, New Shuttle(Moravia) LS, Rast&Gasser, C.Müller LS, Johann Jax LS Handcrank, Janome MC6700Professional
Benutzeravatar
Jonas2404
Beiträge: 1368
Registriert: Mi 14. Aug 2024, 14:23

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von Jonas2404 »

Danke für den interessanten Bericht. Hast du in Japan gelebt oder was hat deine Faszination für die japanische Kleidung ausgelöst?
Benutzeravatar
A.S.M.R.
Beiträge: 2256
Registriert: Sa 8. Feb 2025, 11:14
Wohnort: Austria

Re: Japanisches Jäckchen

Beitrag von A.S.M.R. »

Faszination f. Geschichte u. Tradition, wo erste Textilien entstanden aus Brennnessel u. Leinen, also nach dem Tragen von Tierhäuten, Nutzung von Sehnen, Fell, usw. und wohin sich der Mensch bewegt hat und wieso. Heutige Ballkleider sind ähnlich unbequem, wie einstige viktorianische Kleidung- man ist doch froh, sie auszuziehen nach Konzerten oder anderem Anlass. Ich kam immer wieder auf die Simplizität Japans Kleidung zurück- Eine Stoffbahn passt immer für Zuschnitt eines Kimonos, ohne Verschnitt. Ermöglicht durch Einfachheit der T- Form, sind Schnittmuster unnötig. Man trägt nicht eng passend, Luft kann zirkulieren, Bewegungsfreiheit ist gegeben. Unsere Hosen, Jacken usw. werden schnell zu eng oder zu weit im Vergleich, wir werfen meist weg, oder ändern ( seltener). Japaner sehen Textilien als wertvolle Ressource, die viel öfter als bei uns recycelt u. repariert wird. Voraussetzung dafür ist natürlicher Myterialmix ( Seide- Wolle, Baumwolle- Wolle usw.) Nachteilig ist westliche Mischung, so Baumwolle- Polyester- Polyacryl- kaum recycelbar, vor allem nicht mehr trennbar.
Kimonos vergleichbar zu unseren Dirndln, Treachten( Statement u. Informationen durch Bindung von Schürze, Kopfbedeckung, Farben allgem.) heute noch immer vermehrt getragen im ländl. Bereich, besonders zu Anlässen, teils aber auch im Job. Japans Kimonos, traditionelle Hosen usw., fester Bestandteil besonders bei Anlässen, teils auch im Berufsleben und Alltag. Statusauskunft- in Japan spricht man einiges nicht an, man setzt ebenso stumme Statements ( Rang, Familienstand- alles verrät der Ärmel, die Länge eines Kimons, Materialart, Farbe und wie verziert das Kleidungsstück ist.
Weiters interessant, wie sich Kleidung gesundheitlich auswirkt- gerade Haltung- weniger Verscheißerkrankungen des Stützapparats usw. man beachte den Effekt auf die Haut- unser frößtes und exponidrtestes Organ! Man denke daran, wo Leber und Magen hinwanderten, beim Tragen enger Korsetts und wie die Wirbelsäule litt, vor allem die Muskulatur. Wie moderne Socken einschneiden können, moderne Schuhe nicht auf Maß passend, weitreichend körperliche Veränderungen verursachen können.
Alles in allem, sehr interessant- auch wo Lösungsansätze geschaffen werden könnten, die täglich umsetzbar wären. Für mich Tabi Schuhe, die immer tragbar sind- Zehen genießen mehr Freiheit, positiv f. gesamten Fuss, weiters Knie, Hüften, sowie Wirbelsäule. Hinterfragbar ist Zweckmäßigkeit, Nutzen und Auswirkung - bes. langfristig. Massenkonsum, Wegwerfpolitik- global schöngeredetes Problem, Belastung d. Natur.
Stil und Modetrend. Heute oft wirklich Vieles tragbar, keine so strikten Vorschriften mehr, Segen aber auch Fluch in vielerlei Hinsicht. Psychologische Betrachtung: Normopathie, Konformismus, Bedürfnis sich zu ' maskieren', Angst vor Ablehnung 'Bambi Effekt' usw.
Oben kam xie Frage, wann ich das trage. Eigentlich immer, genau wie meine selbstgamchten Hosen, die auch vei 10kg Gewichtszunahme immer noch gut passen, im Vergleich zu üblichen Hosen. Es erspart Stress, Geld, unnltige Gedanken, sodass ich mich mit wichtigerem beschäftigen kann, denn Kleidung muss für mich funktionell sein, zum Wohlfühlen. Müsste ich auf Stangenware zurückgreifen, ginge das Drama los: Unverträglichkeit, unzureichender Schutz, keine passende Größe, kurzlebige Fast Fashion Qualität, bedenkliche Prpduktionsweise, meist auch falsche Farbe und schlussendlich die Entsorgungsproblematik.
Singer 216G, Jax C.Columbus, Dürkopp SS, Mundlos SS Handcrank, Stoewer Handcrank, Seidel& Naumann Fiddlebase LS, Winselmann LS, New Shuttle(Moravia) LS, Rast&Gasser, C.Müller LS, Johann Jax LS Handcrank, Janome MC6700Professional
Antworten

Zurück zu „KREATIV & TEXTIL“